Dampfboot drohte zu sinken

Sipplingen, 29.08.2011 von IBN

Am Gastanleger bei der Landestelle in Sipplingen drohte ein dort festgemachtes Oldtimer-Dampfschiff zu sinken bzw. der Schwimmsteg abzureißen.

Aufgrund des ungewöhnlich starken Seegangs und der für diese Witterungsverhältnisse unsachgemäß und unseemännisch angebrachten Festmacherleinen, stampfte das Boot wild auf ab, wobei zeitweise Wasser ins Innere gelangen konnte. Nach der ersten Information schien der Eigner des Dampfschiffes ortsabwesend und nicht erreichbar. Nach Ende des Sucheinsatzes vor Uhldingen wurde die Örtlichkeit mit dem Polizeiboot beschleunigt angefahren. Nach Eingang der Meldung war vorsichtshalber sofort ein Beamter der Rufbereitschaft der Wasserschutzpolizei Überlingen verständigt worden, um die Sache vor Ort zu begutachten, und gegebenenfalls Hilfe zu leisten.

 

Da der Sturm zwar noch andauerte, aber ganz allmählich abflaute und der Deutsche Wetterdienst im Zuge der Abklärung eher eine Abnahme des Windes im Laufe der Nacht erwarten ließ, wurde der Eigner angewiesen, zusammen mit Hafenmeister weitere Sicherungsleinen sowohl für den Steg als auch das Schiff anzubringen. Die FFW Sipplingen wurde vorsorglich verständigt, um größeren Schaden abzuwenden und Lenzpumpen bereit zu halten. Das Dampfschiff und der Steg haben die Nacht dank des abziehenden Unwetters doch noch unbeschadet überstanden. Unter Berücksichtigung der Lage des Schwimmstegs sollte dort im Allgemeinen und ganz besonders in Ankündigung und sicherer Erwartung eines solchen Unwetters, kein Fahrzeug längere Zeit unbeaufsichtigt Stillliegen.

Es muss auch bei diesem Sachverhalt geprüft werden, ob sich der für das Dampfschiff verantwortliche Eigner pflichtgemäß verhalten hat. Am vergangenen Mittwoch hatte sich auch schon ein Motorboot aufgrund unzureichender Sicherung bei Sturmlage vom Steg bei der Haltnau losgerissen und musste im nächtlichen Einsatz von der Wasserschutzpolizei Überlingen geborgen werden. Die Wassersportler werden deshalb ausdrücklich gebeten, ihre Fahrzeuge unter vorsorglicher Beachtung der Wetterentwicklung gegebenenfalls besonders zu sichern und unter Beachtung der Grundsätze einer guten Seemannschaft festzumachen. Ansonsten müssen sie damit rechnen, dass sie für die Kosten des Einsatzes aufkommen müssen.