WVF Vereinsfest mit Clubmeisterschaft

WVF Vereinsmeister Kurt Meister und die Phönix - Crew

Fischbach Neptun

Fischbach, 25.07.2011 von Kerstin Hahn

Während es über Langenargen und Radolfzell Bindfäden regnete, war den Fischbacher Wassersportlern zu ihrem Vereinsfest ein „trockenes Wolkenloch“ über der Fischbacher Bucht und sogar ein schönes Wind`le zu ihrer Clubregatta beschieden.

Da zogen gegen 14 Uhr 20 Boote bei 2-4 Windstärken aus Süd ihre Runden um das große Regattadreieck, das Clubpräsident Horst Böck der alljährlich zum Vereinsfest die Wettfahrtleitung selbst in die Hand nimmt, ausgelegt hatte. Vom Laser über einige 20er Jollenkreuzer bis zum dreißiger Schärenkreuzer ein bunt gemischtes Regattafeld, darunter die clubeigene Segelyacht „weißer Hai“. Auf dem Hai die einzige Damencrew im Feld, die abgesehen von Steuerfrau Ulrike Lachenmann, aus 4 Frauen bestand, die gerade erst beim Club ihre Prüfung für`s Bodenseepatent abgelegt hatten.  Die haben wochenlang auf dem Boot trainiert, da saß jede Wende, lobte der weibliche Skipper Ulrike seine Crew; der Erfolg unserer kontinuierlichen Vereinsplanung wie Böck es ausdrückte. Nach Yardstickwertung wurde die Crew von Kurt Meister auf einem 20er Jollenkreuzer Sieger,  Zweiter Georg Bercher mit seiner Mannschaft auf einem 30er Schärenkreuzer und Dritter Christoph Scherbarth, leistungsstarker Nachwuchs mit seinem Laser radial.  Nachdem sich alle an dem riesigen Salatbüfett und den knusprigen Steaks gestärkt hatten, stieg Neptun aus den Fluten um die Fischbacher zu besuchen. Vier neue Boote hatte er zu taufen, darunter einen RS 100, ein Einhand- Skiff, Boot des Jahres 2011 in Amerika und der erste seiner Art hier auf dem See. Ein 77 jähriges Clubmitglied, das sich noch lange nicht zum alten Eisen zählt, importierte ihn extra aus England um in seinem Ruhestand das high-speed Segelgerät hier zu testen. Dieser Täufling namens „seventy seven“, kann bei 6 Bft. bis zu 20kn schnell segeln, was Neptun nicht gerade erfreute, da das Wasser dann zu schnell gepflügt würde. Da gefiel ihm der majestätische Schärenkreuzer den er auf Märchenprinz taufte schon viel besser, oder die Neptun 22 die sein Eigner über den Winter frisch aufgebaut und gerichtet hatte, und einfach „Wind“ taufen lies, weil er sich schönen Segelwind erhofft. Ein besonderes Auge versprach der Meeresgott auf den erst 14 jährigen Kapitän Tom Bauer zu haben, der sich vom Konfirmationsgeld einen Traum erfüllte und sich sein erstes eigenes Schiff kaufte. Mit „LaurALina“, einem Korsar, will er nun auf eigenen Planken den Bodensee erobern, wozu Neptun ihm Mast und Schotbruch wünschte.
khan