Deutsche Meisterschaft der Olympia-Jollen beim Augsburger SC

64 Segler gehen auf dem Ammersee vor Utting an den Start

O-Jollen

Utting, 12.07.2011 von IBN

64 Teilnehmer werden von Donnerstag bis Sonntag (14. bis 17. Juli) auf dem Ammersee die „Internationale Deutsche Meisterschaft“ der O-Jollen aussegeln. Gäste werden auch aus Holland und der Schweiz erwartet. Gastgeber und durchführender Verein ist der 1903 gegründete Augsburger Segler-Club (ASC) in Utting. Acht Wettfahrten sind geplant, die erste soll am Donnerstag um 13 Uhr gestartet werden.

Die O-Jollen-Segler fühlen sich wohl im ASC. Erst 2006 hatten sie hier eine Meisterschaft ausgesegelt. Und auch ASC-Sportwart Dr. Frank Morell, der auch als Wettfahrtleiter fungieren wird, ist von den Einhandseglern (so nennt man die Segler, die ihr Boot alleine steuern und bedienen) begeistert: „Ich kenne keine Jollenklasse, die alle Boote so schnell ins Wasser bringt wie die O-Jollen. Hier helfen sich alle gegenseitig, hier wird Kameradschaft noch gelebt.“
Segeln ist ein Natursport: „Das Wetter wird nicht viel anders als in den vergangenen Tagen. Es bleibt weiterhin gewittrig, dazwischen werden nördliche Strömungen leichten Wind bringen“, hat sich Morell schon mit der Wetterlage beschäftigt.
Zu den Favoriten zählt auch diesmal der Sieger von 2006, der sechsfache Meister Knut Wahrendorf aus Berlin. Der für die „Freie Vereinigung der Touren-Segler Grünau“ startende Wahrendorf hatte vergangenes Jahr nicht weniger als 17 Regatten gesegelt, beinahe alle gewonnen und führt daher mit nahezu maximaler Punktzahl die Jahresrangliste an. „Auch Peter und Donald Lippert oder Axel Forstmann sind als Favoriten zu nennen. Von den deutschen Ranglistenersten sind alle da“, gewichtet Roland Franzmann, Vorsitzender der Klassenvereinigung, den Stellenwert der Meisterschaft. Als Zweiter der Rangliste gehört auch er zu den Top-Leuten der Szene. Als Lokalmatadoren gehen Dr. Stefan Dömök (ASC, 23. der Jahresrangliste) und Carlo Forster (YC Schondorf, Ranglistenplatz 30) ins Rennen.
„An den Ammersee kommen wir immer wieder gerne“, freut sich Franzmann auf die kommenden Tage. Der bayerische See und speziell Utting war schon immer ein Schwerpunkt der Olympia-Jolle, die 1936 als olympische Klasse für Kiel konstruiert wurde – also dieses Jahr 75. Geburtstag feiert. Damals war es üblich, dass das Gastgeberland eine olympische Klasse selbst auswählen durfte. Mit dem Krieg war die olympische Karriere dieser „O-Jolle“ schon wieder vorbei, doch in Ost- wie Westdeutschland erfreute sie sich weiterhin großer Beliebtheit. Die Jolle ist fünf Meter lang, 1,66 Meter breit und etwa 220 Kilogramm schwer. Sie hat nur ein Segel, das elfeinhalb Quadratmeter groß ist. Weitere Schwerpunkte der O-Jollen sind in Berlin, am Steinhuder Meer, an den holsteinischen Seen und den Gewässern in Nordrhein-Westfalen.

Hauptsponsor der IDM der O-Jollen ist die P+Z Engineering GmbH. Das 1967 in München gegründete Unternehmen garantiert einen reibungslosen Ablauf der Produktentwicklung in den fünf Kompetenzbereichen Konstruktion, Technische Berechnung und Simulation, Erprobung und Versuch, Elektrik und Elektronik sowie Projekt- und Qualitätsmanagement. Führende Unternehmen aus der Automobil-, Luftfahrt und Ingenieursbranche vertrauen auf P+Z. Weiterhin wird die Meisterschaft von den Unternehmen Lebus (Finning) und Schubert (Utting) gesponsert und von der Klosterbrauerei Andechs, dem Landheim Schondorf, der Uttinger Trattoria Pinello und durch Großformatdrucke von Sail&Art unterstützt.
Aktuelle Informationen zur IDM werden zeitnah ins Internet gestellt: www.asc-utting.de.

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