World-Cup vor Mallorca

470er

Palma, 11.04.2022 von Volker Göbner

Bei der ersten Standortbestimmung in der neuen Olympiade nach Tokio holte Laser-Segler Philipp Buhl Bronze beim World-Cup in der Bucht von Palma. Insgesamt acht Top-Ten-Platzierungen gab es für Deutschland, je eine für Österreich und die Schweiz.

Gut zwei Jahre nach der fluchtartigen Abreise aus Mallorca nahm der World-Cup mit der „Trofeo Princesa Sofia 2022“ nun wieder Fahrt auf. Über 1000 Segler waren in allen zehn olympischen Disziplinen am Start. Für Philipp Buhl (Sonthofen) gab es Bronze im Laser/ILCA 7. Mit Rang vier ist auch Philipp Autenrieth (Augsburg) als Vorschoter von Luise Wanser (Hamburg) im 470er Mixed überzeugend in eine neue Olympia-Kampagne gestartet.

Das beste Ergebnis für die Segler vom Bodensee holte Lukas Mähr (YC Bregenz) mit Steuerfrau Lara Vadlau im 470er: Platz sieben lässt auch bei ihm auf mehr hoffen als in der vorhergehenden Olympia-Kampagne. Das bei Olympia in Tokio mit Rang vier überraschende Team Linda Fahrni/Maja Siegenthaler (Thunersee) musste sich ebenfalls neue Partner suchen und kam mit Steuermann Yves Mermod bzw. Vorschoter Cyril Schüpbach auf die Plätze 19 und 34. Finn Schäfer (BYC Überlingen) hat als Vorschoter von Cosima Schlüter (NRV) auf Rang 54 bei 65 Teams vor allem Erfahrung gewonnen.

Drei Aktive hatte der Württembergische YC nach Mallorca geschickt. Alle drei erzielten achtbare Erfolge. Der 18-jährige Jan Vöster erreichte nach zwei Starkwindtagen die Gold-Fleet bei den Kite-Surfern, tat sich da aber ziemlich schwer und blieb auf Rang 25. Ein Top-Ergebnis für den jungen Kiter, dessen Ehrgeiz unerschöpflich ist.

Auch für Alisa Engelmann war es der erste World-Cup auf dem iQFOiL-Surfbrett. Rang 36 mag nicht vom Hocker reißen. Doch damit liegt sie vor der bisherigen Nr. 1 der deutschen Surferinnen: Lena Erdil (NRV) foilte auf Rang 37. Nur zwei Plätze vor Engelmann beendete Theresa Steinlein (ex BYC, jetzt NRV) den World-Cup. Die drei deutschen Damen liegen also auf Augenhöhe - ein klarer Erfolg für die 22-jährige Kressbronnerin.

Im 49er FX war es ein harter Kampf mit den Elementen. Sechs bis sieben Beaufort sind eine Herausforderung für die Skiff-Damen. Nadine Böhm (DTYC Tutzing, bisher im 470er) und Lena Weißkichel (jetzt WYC, bisher auf diversen Jollen und vor allem mit Erfolgen auf Dickschiffen im Offshore-Bereich) tanzen noch gar nicht so lange miteinander auf dem athletischen 49er FX. Mit Rang 31 wurden sie viertbestes deutsches Team. 

Bemerkenswert ist auch der sechste Platz von Maud Jayet (SNG) im ILCA 6 (bisher LaserRadial genannt). Ein zweiter Platz im Medal Race sorgt für Selbstvertrauen.

 

Mehr über den World Cup in der IBN, Ausgabe 5/2022.