Investition in Zukunft - Konstanzer Yacht Club in Berlin mal mit letztem Platz

Jetzt in Gesamtwertung Platz 13 von 18 Clubs

KOnstanz SBL

09.08.2021

„Berlin ist eine Reise wert.“ Und so schickte der Konstanzer Yacht Club dieses Mal einige Vertreter seiner jugendlichen Nachwuchs-Crew in die Höhle der Löwen zur 1. Bundesliga nach Berlin, wie der Verein berichtet.

Bendix Mayer führte die Pinne, Anton Löwe übernahm die Taktik, Nicolas Kutter war für das Vorschiff zuständig und der Routinier Noel Beck schaute nach dem Trimm. 

Die beiden ersten Tage waren Bodensee-Verhältnisse bei leichtem Wind und die Crew konnte sich im Mittelfeld ganz zufriedenstellend behaupten. Bei den sechs Wettfahrten am Sonntag gab es starken Wind und hier merkte die Crew dann doch eine relative Erfahrungslücke zu den alten Hasen in der Liga. Vier letzte Plätze führten dann unweigerlich doch zum letzten Gesamtrang der Serie in Berlin. Glücklicherweise hat dies der Stimmung und der Motivation der jungen Crew nicht geschadet: „Unser Speed war ganz ok, aber wir haben die Starts nicht so gut hinbekommen und dann haben wir uns halt auch Fehler erlaubt wie eine „Eieruhr“ im Gennaker.“ resümierte Taktiker Anton Löwe. (Das Segel wird beim setzen einmal in der Mitte verdreht d.Red)

Der Konstanzer Yachtclub hat eine ganze Gruppe von erfahrenen und von neuen Seglern in der J-70 Klasse, mit denen die Segel-Bundesliga gefahren wird, darunter auch viele Jugendliche. Neue, junge Segler werden nur zu den erfahrenen Seglern von morgen, wenn ihnen auch die Chance eingeräumt wird, Erfahrung zu gewinnen. Und so ist selbst aus heutiger Sicht es völlig richtig gewesen, das Team einmal zu wechseln und zu verjüngen (Bendix und Nicolas sind 18 Jahre jung, die beiden anderen nur unwesentlich älter). Noch stehen zwei weitere Spieltage aus und alle Beteiligten im KYC sind zuversichtlich, dass der Klassenerhalt in der 1. Segel-Bundesliga gelingen wird.

„Berlin war toll, wir hatten klasse Wetter und abends hat sich der Berliner Yacht Club grosszügig gezeigt und ein nettes Dinner offeriert“, gab Nicolas Kutter am Telefon durch auf dem Heimweg mit dem Auto von Berlin, „wir haben Spass gehabt und wir wissen, gerade der Bendix hat noch ganz viel Potential.“