„Pokalregatta“ des WYC in Friedrichshafen

Kielboote segelten drei Wettfahrten

WYC 45er

Friedrichshafen, 26.07.2021 von IBN

Schwierige Wind- und Wetterverhältnisse herrschten bei der „Pokalregatta“ des Württembergischen Yacht-Clubs. Wettfahrtleiter Markus Finckh musste zwischen Sturmwarnung, Gewitterfronten und Flautenzonen jonglieren, um binnen 24 Stunden zumindest drei Rennen in allen drei Kielbootklassen ins Ziel zu bekommen.

Sieger bei den 30 qm Schärenkreuzern wurde der Bregenzer Kurt Huppenkothen. Die Konkurrenz der 45 qm Nationalen Kreuzer gewann Pit Burkhardt (BYC Überlingen), bei den Dynamic-Yachten war Rudi Thum (YC Meersburg) Schnellster.

Mehrmals zogen am Wochenende Gewitter aus der Schweiz quer über den Bodensee und sorgten für turbulente Windverhältnisse. Sechs Mal wurde gestartet, drei Mal indes musste Finckh ein laufendes Rennen wegen einsetzender Flaute wieder abbrechen. Letztlich konnten drei Läufe bis zum Sonntagnachmittag durchgezogen werden. Die gezeiteten Rennen wurden sowohl bei leichten Winden, als auch am Sonntag sogar bei bis zu vier Windstärken gesegelt. „Es war mal drehend, mal konstant. Da war alles drin. Trotz widriger Wetterbedingungen waren es gute Wettfahrten“, resümierte WYC-Regattaobmann Christian Severens.

Die Entscheidung bei den Schärenkreuzern war denkbar knapp: Mit den Plätzen 1-4-1 kam Kurt Huppenkothen auf sechs Punkte, ebenso wie Michael Seifarth (jüngster Steuermann auf dem ältesten Schiff der Klasse) mit drei zweiten Plätzen. Hier kam die Regel, wer mehr erste Plätze gesegelt hat, zum Tragen – und daher durfte der Bregenzer Huppenkothen den „Herzog-Carl-Pokal“ aus der Hand des Stifterenkels, S. K. H. Herzog Wilhelm von Württemberg, entgegen nehmen. Schon seit 1987 wird um diesen Wanderpreis gesegelt.

Bei den Nationalen Kreuzern war es ein sehr enges und nach zwei Wettfahrten ausgeglichenes Rennen: Drei Boote hatten jeweils vier Punkte - und so waren sie beim Start etwas ungeduldig. Zwei dieser Yachten musste Wettfahrtleiter Markus Finckh denn auch wegen Frühstarts disqualifizieren. Somit war der Weg frei für die „Pfeil“ der Überlinger, die mit einem dritten Platz problemlos die Führung übernahmen - und als ein folgendes Rennen eben wieder abgebrochen werden musste, den Sieg in der Tasche hatten. Der „Pokal des Präsidenten“ gehe verdient nach Überlingen, so Severens, selbst einer der leidtragenden Frühstarter.

Eine klare Sache war die Regatta bei den Dynamics: Mit drei ersten Plätzen war  Vorjahressieger Rudi Thum (YC Meersburg) erneut souveräner Gewinner. Klaus Vonbach brachte seine WYC-Crew auf Rang zwei und der Sohn des Siegers, Moritz Thum, segelte mit einer gemischten Nachwuchs-Crew aus Meersburg und dem WYC auf Rang drei.