Travemünder Woche: Erste Preisträger

26.07.2021

Nach 729 Tagen war es endlich wieder soweit: Die Travemünder Woche bat zur Siegerehrung. Im Mittelpunkt des 25. Juli 2019 ebenso wie am 28. Juli 2021: die Seesegler. Sie beschlossen vor zwei Jahren die TW und sie kürten nun die ersten Preisträger.
Nach 729 Tagen war es endlich wieder soweit: Die Travemünder Woche bat zur Siegerehrung. Im Mittelpunkt des 25. Juli 2019 ebenso wie am 28. Juli 2021: die Seesegler. Sie beschlossen vor zwei Jahren die TW und sie kürten nun die ersten Preisträger.


Es war nach einem perfekten ersten Tag zum TW-Auftakt ein schwieriger Sonntag, an dem die Yacht-Crews zumindest ein Rennen über den Up-and-Down-Kurs brachten. Segler wie Wettfahrtleitung bekamen dabei ordentlich Regen eingeschenkt, und der Wind machte es allen nicht einfach. Die Siegertrophäen in einer kontaktarmen Zeremonie durften sich schließlich die „Intermezzo“ (Jens Kuphal, Berlin) in der Klasse OSC V, die „Immac Fram“ (Kai Mares, Dänischenhagen) in der OSC IV, die „Celestine“ (Andreas Peschlow, Berlin) in der OSC III sowie die „Pepper and Salt“ (Björn Carstensen, Scharbeutz) in der OSC II nehmen.

Trotz der wechselhaften Bedingungen am Sonntag waren die Crews zufrieden, dass Wettfahrtleiter Uwe Wenzel noch eine weitere Wettfahrt segeln ließ. „Am Samstag waren es Weltklasse-Bedingungen. Heute bei weniger Wind war es auch gut. So konnten wir auch das noch mal trainieren“, sagte Kai Mares, der mit seiner Crew ausschließlich Siege in den vier Wettfahrten einfuhr. „Die Travemünder Woche war für uns der Einstieg in die Regattasaison, jetzt folgen noch die Kieler Woche und die Deutsche Meisterschaft im September.“ Internationale Events hat die „Immac“-Crew in diesem Jahr wegen Corona nicht auf dem Plan, hat sich aber dennoch gewissenhaft vorbereitet: „Wir haben nichts schleifen lassen, im Winter am Boot gearbeitet und jetzt auch einige intensive Trainingswochenenden gehabt. Man merkt, dass wir sehr gut eingespielt sind.“

Für die Mannschaft der „Intermezzo“ war die Travemünder Woche ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur WM im August vor Tallinn/Estland. „Wir hatten drei traumhafte Wettfahrten und ein Rennen, das zum Abschluss durch den nachlassenden und drehenden Wind noch etwas wild wurde. Aber es war gut, dass Uwe auch diese Wettfahrt hat segeln lassen. Zum Start war der Wind auch gut“, sagte Jens Kuphal. Mit der Performance seiner Mannschaft war er zufrieden: „Ich bin überrascht, wie gut es schon geklappt hat. Wir sind schöne Manöver gefahren, und auch unsere neuen Segel haben gut funktioniert.“ Für die WM wollte er sich auf keine Zielvorgaben festlegen: „Es wird die härteste Konkurrenz sein, gegen die wir jemals gesegelt sind.“

Ganz knapp ging es zum Seesegel-Auftakt der TW in der Gruppe OSC III zu. Punktgleich sicherte sich die „Pepper and Salt“ den Sieg vor der „Na und“ von Stefan Meining (Lübeck). „Wir hatten heute auch etwas Glück in dem flauen Wind“, gestand Sieger-Skipper Björn Carstensen. Er freut sich bereits auf die Mittelstrecken-Rennen am zweiten TW-Wochenende. „Natürlich sind wir dabei. Die TW gehört für uns einfach dazu.“