Dubioser Bootskäufer bei IBN-Kleinanzeigen

09.06.2021 von IBN

Ein IBN-Leser aus Österreich, der sein Boot in der letzten Ausgabe inseriert hat, schildert einen dubiosen Fall, der sehr nach versuchtem Betrug aussieht.

Auf das Textinserat in den IBN hat sich ein Franzose bei mir gemeldet. Wohnsitz in Salins-les-Bains, im französischen Jura, Nähe Neuenburger See. Er wollte den Preis (im Inserat war VHB angegeben) wissen und ein paar Fotos haben.

Danach hat er gemeint, wegen Coronabeschränkungen und vollem Terminplan werde er nicht zu einer Besichtigung nach Österreich kommen können. Er wolle das Boot kaufen.
Dann schickte er eine Passkopie, die Adressdaten und eine Telefonnummer und erkundigte sich nach meinen Bankverbindungsdaten, damit er den angegeben Preis zahlen könne.
Ein Freund von mir hatte ihn telefonisch angefragt, ob er mit oder ohne Spi kaufen wolle und das wurde beantwortet. Der Herr habe vital und freundlich geklungen. Die Telefonnummer war also vorhanden und es wurde auch eine Person erreicht.

Danach folgte folgendes: Mail vom potentiellen Käufer, dass er seine Bank angewiesen habe, einen um 395,— EUR höheren Betrag zu überweisen. Mit der Erläuterung, dass es eine französische Vorschrift gebe, bei Auslandsüberweisungen in dieser Höhe von beiden Parteien (Überweiser und Empfänger) eine Gebühr (hier 395,— EUR) einzuheben. Diese, meine Gebühr würde er mir zurückerstatten, daher dieser höhere Zahlungsbetrag. Gleich darauf erhielt ich wieder ein Mail, dass er eine Mahnung der Bank erhalten habe, weil ich meine Gebühr noch nicht bezahlt hätte. Bei mir ist keine Zahlung angekommen und ich habe auch keine Gebühr zahlen wollen.

Erkundigungen meinerseits haben ergeben, dass es keine solchen Gebühren für SEPA-Überweisungen aus Frankreich nach Österreich gäbe. Ich habe daher geschrieben, er solle eine SEPA-Überweisung kostenfrei machen.

Seither habe ich nichts mehr von ihm - Gerard Petiteau, 78 Jahre alt - gehört!

Versuchte Betrugsmasche beim Gebrauchtbootkauf

Hatte das Segelschiff eines guten Freundes inseriert, worauf sich offensichtlich der gleiche „Franzose“ mit dem identischen Verhandlungsablauf meldete. Die männliche Person auf der Ausweiskopie existierte tatsächlich an der angegebenen Adresse, suchte aber kein Gebrauchtboot. Weder der Mann noch die von mir informierte franz. Gendarmerie war allerdings an einer weiteren Verfolgung des versuchten Betrugs interessiert.
Habe auf die Mails des „ Interessenten“ nicht reagiert und seither nichts mehr gehört.
Eckhart Gysler am 10.06.2021 13:01:40

Dubioser Bootskauf

Scheint eine neue Masche zu sein. Genau derselbe Ablauf ist meinem Sohn beim Versuch, seine Drohe zu verkaufen, passiert.
Potentieller Käufer kam aus Kanada, bei 250.- Verkaufspreiswollte er 95.- Kontogebühr, zahlbar über Amazon Geschenkgutschein. Haben wir ebenfalls ignoriert, danach war Ruhe.
Hans-Jörg Kiesewetter am 09.06.2021 17:02:25
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