Motorboot ausgebrannt

Lindau-Zech, 29.06.2011 von IBN

Ein brennendes Motorboot führte am 28. Juni gegen 14.30 Uhr, zu einem größeren Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst aus Österreich und Deutschland auf dem Bodensee.

Zum Unglückzeitpunkt bemerkte die Besatzung des Polizeibootes „Zander“ der Polizeiinspektion Lindau ca. zwei Kilometer vor dem Hafen Lindau-Zech ein brennendes Boot. Das Polizeiboot war auf routinemäßiger Streifefahrt im Bereich der Reutiner Bucht unterwegs.

Zeitgleich mit der Feststellung der Beamten gingen mehrere Mitteilungen bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums in Kempten, der Integrierten Leitstelle (Feuerwehr/Rettungsdienst) sowie bei den österreichischen Einsatzkräften über das brennende Boot ein.

Der zum Unglückzeitpunkt allein auf dem Boot anwesende Bootseigner, ein 44-jähriger Mann aus dem Oberallgäu, konnte sich durch einen Sprung in den Bodensee retten. Das Motorboot stand zu diesem Zeitpunkt unter Vollbrand. Personen, welche sich mit einem gemieteten Boot in der Nähe der Unglückörtlichkeit aufhielten, nahmen den 44-Jährigen an Bord. Das kurze Zeit später eintreffende Polizeiboot der Lindauer Beamten verbrachten den verunglückten Bootseigner zurück in den Lindauer Hafen, von dort aus wurde er stationär in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Mann erlitt Verbrennungen unbestimmten Grades.

Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen lief der 44-Jährige mit seinem Motorboot (sieben Meter lang, zweieinhalb Meter breit) gegen 13.15 Uhr aus dem Heimathafen aus. Während der Fahrt stellte der Oberallgäuer an seinem 165-PS-starken Motor einen Leistungsabfall fest, eine Ursache ließ sich zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht ausmachen.

Nachdem im weiteren Verlauf der Motor zu stottern begann, stellte der Bootseigner bei seiner Nachschau einen überhitzten Motor feststellen. Unmittelbar darauf kam es am Motor zu einer Verpuffung, ein Deckel des Motors wurde weggeschleudert. Im Anschluss daran geriet zunächst der Motor, kurze Zeit später das Kunststoffboot in Vollbrand. Der 44-Jährige versuchte noch, mit einem Feuerlöscher den Brand zu löschen, konnte sich letztendlich aber nur noch durch einen Sprung in den Bodensee retten.

Der Brand konnte durch das alarmierte Feuerwehrboot („Horst Miller“) der Feuerwehr Lindau gelöscht werden. Die Feuerwehrboote „Föhn“ und „Pfänder“ der österreichischen Feuerwehren aus Hard und Bregenz waren in diesen Einsatz ebenfalls miteingebunden. Zum Einsatz kam auch der Hubschrauber „Libelle“ der österreichischen Innenministeriums, er fertigte Luftbilder. Auch das Polizeiboot „Hard I“ der Seepolizei Hard (Österreich) war vor Ort und unterstützte die Einsatzmaßnahmen.

Das ausgebrannte und totalbeschädigte Boot wurde von dem Feuerwehrboot „Horst Miller“ in den Lindauer Hafen geschleppt. Die Ermittlungen zur Brandursache werden von den Beamten der WSP-Gruppe der Polizeiinspektion Lindau geführt.

Bei der Bergung des Bootes traten ca. 100 l Kraftstoff aus, welcher durch eine Ölsperre der Feuerwehr aber größtenteils aufgefangen werden konnten. Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 30.000 Euro geschätzt.