„Paulchen“ gewinnt stürmische „Corona-Rundum“ des „Club 55“

Paulchen-Crew

Friedrichshafen, 08.06.2021 von IBN

Eine spannende und windreiche „Corona-Rundum“ hat das Team von Dominic Stahl vom Württembergischen Yacht-Club gewonnen, wie die Pressestelle des Vereins mitteilt. Zusammen mit Bastian Modrow, Oliver Munz und Reto Meichle umrundete Stahl auf dem mintgrünen M2-Katamaran „Paulchen“ den Bodensee in gut neun Stunden.

Sieben Katamarane waren am Samstag (5. Juni) um acht Uhr morgens vor Arbon an den Start gegangen. Die Strecke folgte dem Kurs der klassischen „Rund um“: Vom Start nach Romanshorn, Konstanz, Überlingen und Lindau, dann aber zurück ins Ziel vor Arbon. Veranstalter waren der YC Arbon und der „Club 55 Bodensee“, ein Zusammenschluss von Seglern mit superschnellen Booten. Startvoraussetzung ist ein Yardstickwert unter 55.

„Wetter und Wind waren beim Start noch ruhig, aber es gab schon eine spannende Vorhersage“, berichtete Dominic Stahl. Mit dem „Paulchen“ lag das Team zunächst nur im Mittelfeld, konnte vor Überlingen aber schon aufholen. Auf dem Weg nach Osten, Richtung Lindau, nahm der Südwind immer mehr zu, „Paulchen“ übernahm die Führung. „Es war ein wilder Ritt in Dreier-Formation“, so Stahl weiter. Mit bis zu 22 Knoten Geschwindigkeit (rund 40 km/h) rauschten die drei führenden Kats an der Spitze nach Lindau.

Doch aus dem Rheintal näherte sich eine dunkle Wolkenwand immer bedrohlicher. Als starke Böen eingesetzt hatten, kenterten „Green Horny“ und „Sonnenkönig“ sowie kurz darauf ein drittes Boot in der Verfolgergruppe. Stahls Team nahm die Segel schnellstmöglich herunter. „Erstmal durchkommen war die Devise“, so der Skipper. Nach etwa einer halben Stunde „vor Topp und Takel“ ließen die Schauerböen nach. Die Segel wurden wieder hochgezogen, das Rennen fortgesetzt.

Nach über neun Stunden gesegelter Zeit für die etwa 100 Kilometer lange Strecke war „Paulchen“ als erstes Boot im Ziel. „Wir sind froh, dass die Segler der gekenterten Boote alle wohlauf sind“, freute sich Stahl nicht nur über den Sieg, sondern auch über den glimpflichen Ausgang der Havarien der Mitbewerber.

Optionen

Bilder (1)

Weitere Infos

Sieben Boote starteten zur „Corona Rund Um“. Nach drei Kenterungen und zwei Aufgaben waren zum Schluß noch die „Paulchen“, sowie die Libera „Amigo Nuovo“ im Rennen. Die österreichische Seepolizei, die zwei der drei Besatzungen an Bord nahm, bescheinigte den Teilnehmern ein hohes Maß an Professionalität. Sicherungsboote seien vorhanden gewesen und die Veranstaltung verantwortungsvoll organisiert. An dem Einsatz waren auch die Feuerwehren Hard und Bregenz, die Österreichische Wasserrettung sowie ein Helikopter beteilgt. Die Besatzung des dritten Katamarans wurde von der deutschen Wasserschutzpolizei vor Langenargen geborgen. Dabei kamen Polizeiboote aus Langenargen und Friedrichshafen, sowie die Feuerwehren aus Friedrichshafen, Langenargen, Kressbronn und Überlingen zum Einsatz. Auch die DLRG sei beteiligt gewesen.

Ähnliche Artikel