Wasserschutzpolizei Lindau verzeichnet zahlreiche Einsätze

WSP LI

Lindau, 01.06.2021 von IBN

Am Sonntag (30.05.) hatte die Lindauer Wasserschutzpolizei (WSP) während der Bootsstreife Einiges zu tun

Nachdem aufgrund Nordostwines für den gesamten Bodensee Starkwindwarnung ausgelöst worden war, erreichte mittags die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums in Kempten der Notruf eines manövrierunfähigen Motorbootes aus Konstanz, das sich zwischen Wasserburg und Nonnenhorn befand.

Auf der Anfahrt zu dem manövrierunfähigen Motorboot wurde circa eineinhalb Kilometer vom Ufer entfernt ein Miettretboot, besetzt mit einer Frau und deren minderjährigen Sohn ohne Schwimmwesten festgestellt. Die Beamten forderten sie auf,  unverzüglich das Ufer aufzusuchen. Als sie dieses aus eigener Kraft erreicht hatte, habe sie zugeben müssen, dass sie den ablandigen Wind und die Entfernung zum Ufer unterschätzt hatte. Weder die Dame noch ihr Sohn hatten vom Bootsvermieter Schwimmwesten bekommen, heißt es weiter in der Mitteilung der WSP.

Zwischenzeitlich sei  das manövrierunfähige Motorboot von einem Segelboot in Schlepp genommen worden. Nach Abklärung mit dem havarierten Schiffsführer wurde die Wasserwacht als Schlepphilfe angefordert, da das Segelboot für den Schlepp nicht ausreichend motorisiert war.

Unmittelbar  darauf wurde cetwa einen Kilometer vor Nonnenhorn ein durchgekenterter Katamaran, besetzt mit einem Erwachsenen festgestellt. Bei dem Katamaran war der Mast gebrochen, er wurde bereits durch ein privates Motorboot in Schlepp genommen. Um den Katamaran  bergen zu können, wurde ebenfalls die Wasserwacht aus Nonnenhorn angefordert. Am Katamaran entstand ca. 2000 Euro Sachschaden, so die Polizei.

Auf der Rückfahrt von diesen Einsätzen wurden vor Wasserburg seewärts der Wasserburger Berge zwei Surfer festgestellt, die  nach Angaben der WSP offensichtlich Probleme hatten, bei dem ablandigen Wind wieder zurück zur Surfschule zu kommen. Die 13-jährige Surferin wurde deshalb mit dem Polizeiboot in Richtung Ufer geschleppt, wo sie dann der Surfschulbetreiber mit seinem Schlauchboot übernahm und sicher ans Ufer brachte.

In der Reutiner Bucht wurde am späten Nachmittag eineinhalb Kilometer vom Ufer entfernt ein Kanu, besetzt mit zwei  Erwachsenen festgestellt. Aufgrund der ablandigen Böen bis 6 Bft. wurde das Kanu mit dem Polizeiboot bis in den sicheren Uferbereich begleitet. Beide Kanuten trugen Schwimmwesten. Auch mehrere Stand-up-Paddler seien während der Bootsstreife  auf die Starkwind- und Sturmwarnung aufmerksam gemacht und aufgefordert worden, in Ufernähe zu bleiben.

 

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