SUP-Schein soll mehr Sicherheit bringen

SUP

21.05.2021

Der Verband Deutscher Wassersport-Schulen (VDWS) bringt ein neues "Workbook" als Nachschlagewerk für alle SUP Ein- und Aufsteiger heraus und will erstmals einen SUP- Grundschein als Befähigungsnachweis etablieren.

Wie der VDWS, der internationaler Ausbildungsverband für Wassersport-Lehrer(innen) ist, mitteilt, solle die Lizenz einerseits den SUP-Schülern eine Legitimation verschaffen, die in manchen Revieren Voraussetzung sei und  stelle andererseits eine optimale Dokumentation der eigenen Ausbildung dar, um sich weltweit Material ausleihen zu können.

SUP ist ein "Jedermannsport" ohne Sicherheitsrisiken und sonderliche Anforderungen. Dies sei der Eindruck, den manche Hobby-Paddler vermitteln, wenn sie mit ihrem frischgekauften "Discounter-SUP-Board" das Stand Up Paddeln erstmals ausprobieren wollen, so der Verand. Mit dem Lizenzangebot und Aufklärung wolle er den "Nebenwirkungen", die sich in Form fehlender Kenntnisse über Wetter, Strömung und Wind, über Sicherheit und Kleidung, über Ausweichregeln und Verbotszonen oder über Umwelt- und Naturschutz zeigten, entgegen wirken.

Nach Angaben des Verbandes bieten dessen Mitgliedsschulen die volle Bandbreite des SUP-Sports an. Abgesehen vom richtigen Handling des Materials und der eigentlichen Paddeltechnik, werde in den Kursen das Thema Sicherheit angesprochen und geübt sowie die Ausweichregeln und die umweltorientierten Verhaltensweisen thematisiert. Gleichzeitig seien die VDWS-Schulen mit dem notwendigen Handwerkszeug ausgestattet, das einen geordneten, naturverträglichen und sicheren Umgang des SUP-Sports ermögliche. Diese Aspekte gerieten mit der Flut der aktuellen „SUP-Discounter-Enthusiasten“ gerne in Vergessenheit, so der Verband. 

Zur Aufklärung für Neueinsteiger hat der Verband die folgenden zehn SUP Sicherheitsregeln formuliert:
  1. REVIER: Informieren - sonst Regelverletzungen, Gefahrenbereiche, Umweltschäden
  2. WIND & WETTER: Informieren - sonst Abtreiben, Seenot, Lebensgefahr
  3. EIGENE SICHERHEIT & KLEIDUNG: Selbsteinschätzung - sonst Eigen- und Fremdgefährdung Unterkühlung/Überhitzung ist gefährlich
  4. NATUR & TIERE: Respektieren - umsichtiger Umgang schützt vor Verboten
  5. WASSERVERKEHRSORDNUNG: Berücksichtigen - sonst Missverständnisse, Ärger und Unfälle
  6. VERBOTS- & SCHWIMMZONEN: Beachten - sonst kann es unangenehm, gefährlich und teuer werden, Verletzungsgefahr und Angst der Schwimmer
  7. NATURSPORT: Respektieren - leiser und vorsichtiger Umgang schützt vor Störungen und Verboten
  8. MÜLL: Mitnehmen - gilt auch am und auf dem Wasser
  9. INFLUENCER: Vorbild SUP ist hip und viele versuchen sich, der Neuling orientiert sich am Pro. Sei Pro und zeig’ wie es richtig geht
  10. TECHNIK: Lernen & Lizenz machen - sonst wird es anstrengend und macht keinen Spaß

Nichts neues

Die zehn goldenen SUP-Regeln hängen schon seit einem Jahr an den Schulen der German SUP Assiociation, eine SUP-Lizenz wurde bereits vor drei Jahren von der GSUPA eingeführt und an Mitgliedsschulen etabliert.
Lieber gut kopiert als schlecht selbst gemacht.
Christoph Mantz am 22.05.2021 11:18:03
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Der Verband Deutscher Wassersport Schulen e.V. ist mit 530 Wassersportschulen in 35 Ländern vertreten. Zu seinen 4.500 Mitgliedern zählen Schulbesitzer und Wassersportlehrer in den Sportarten Windsurfen, Kitesurfen, Segeln, SUP und WING-Foiling. Ziel des VDWS ist es, Wassersportschulen zu betreuen, Wassersportlehrer auszubilden und Lernmaterialien zu entwickeln.

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