Seglerverband vertagt Entscheidung über App

Radolfzell, 26.04.2021 von Michael Häßler

Der Bodensee Seglerverband vertagt seine Entscheidung, eine Gastplatzreservierungsapp zu empfehlen, auf den nächsten Bodensee Seglertag.

Darüber soll bei der virtuellen Mitgliederversammlung am siebten Mai keine Abstimmung getroffen werden, wie der Vorstand mitteilt. „Wir hatten zuviel Fahrt, wir waren zu früh an der Linie und haben einen klassischen Fehlstart hingelegt...“ schreibt die Geschäftsstelle des Verbands in ihrer heutigen mail.

Das Mandat der Mitglieder beim Seglertag 2019 bezog sich auf die Prüfung, wie eine anonyme oder gesicherte Datenbankstruktur geschaffen werden könnte, auf die verschiedene App-Betreiber zugreifen könnten. Damit wollte man die Daten der Mitglieder vor dem externen Zugriff privatwirtschaftlicher Firmen schützen.

Kurz darauf wurde vom Vorstand eine Zusammenarbeit ausschließlich mit dem Schweizer App-Anbieter Boatpark präferiert. Dass die Entscheidung und vor allem die Hintergründe dafür nicht öffentlich gemacht wurden, war sicherlich ein entscheidender Fehler. 

Dann trat Pompomela als weiterer Anbieter vom Bodensee auf den Plan und zuletzt auch My Sea, ein Dienstleister aus Langenargen. 

Die übrigen Tagesordnungspunkte der Mitgliederversammlung bleiben unberührt.

unnötige Gastplatzreservierungsapp

Als Segler weiß man mittags häufig nicht welchen Hafen man bei den Windverhältnissen erreichen wird. Da ist es auch nicht hilfreich wenn man dann nachmittags vor dem Hafen über die App erkennt dass alle Gastplätze belegt sind und womöglich "Schnellboote" dann abends ihren bereits morgens reservierten Gastplatz belegen. Sofern jeder Liegeplatzinhaber seinen eigenen Platz frei gibt, dies entsprechend auch anzeigt, funktioniert das aktuelle, manuelle und kontengünstige System wunderbar. Auch eine freundliche Anfrage beim Hafenmeister hilft häufig noch einen Platz zum Übernachten zu bekommen.
Frank Janson am 05.05.2021 12:52:47

Warum nutzen wir nicht den UKW Funk ?

Gute Entscheidung!

Am besten wäre es, wenn sich Kanal 11 oder 12 als Kommunikationskanal mit den Hafenmeistern einbürgern würde.
Klar, man muss halt den "Funkschein" und ein Rufzeichen haben, um legal eine "See* funkstelle zu betreiben.
Frank Brinken am 26.04.2021 19:41:42
Kommentare dieses Artikels als Feed