Vendee Globe-Segler erreichen den Äquator

Malizia

Les Sables d´Olonne, 18.11.2020 von IBN

Wie das Team des Vendee Gobe-Seglers Boris Herrmann mitteilt, sei die erste Woche der Regatta um die Welt für die 33 Skipper besonders schwierig und ereignisreich gewesen. Bereits auf diesem ersten Teil begegneten sie drei Tiefdruckgebieten und dem tropischen Sturm "Theta". Angeführt von Alex Thomson auf dessen "Hugo Boss", ist die Flotte mittlerweile auf 1500 Seemeilen verteilt. Thomson hat heute Nachmittag (18.11.) den Äquator überquert.

Boris Herrmann genieße derzeit die vorherrschenden, südlichen Wetterbedingungen, heißt es weiter in der Pressemitteilung seines Teams: Eine Lufttemperatur von 27°C, genau wie die Wassertemperatur und der Passat, der mit durchschnittlich 15 Knoten wehe sei demnach Balsam für die Seele: „Ich fühle mich richtig gut. Ich habe seit zwei Tagen meinen Rhythmus gefunden und den Stress des Starts nun hinter mich gelassen. Ich bin bereit, die Doldrums in Angriff zu nehmen“, berichtete Boris Herrmann 

 234 sm vom führenden Boot entfernt und auf dem 8. Platz beim Positionsupdate von 10:00 Uhr, zeigte sich der deutsche Segler optimistisch: „Ich bin mit dieser Platzierung sehr zufrieden; in den Top 10 mitzuspielen und mit sehr erfahrenen Konkurrenten, die nicht auf Booten der neuesten Genration segeln, in Kontakt zu bleiben. Es findet, wenn man so will, ein Rennen im Rennen statt, die ersten drei haben sich leicht abgesetzt und wir folgen in der Gruppe direkt dahinter. Alles ist möglich.“ 

 Die nächste Etappe für den 39-jährigen Profiskipper ist der tropische Kalmengürtel, die Doldrums. Die Passatwinde der Nord- und Südhalbkugel konvergieren dort und bereiten den Seglern oft Kopfzerbrechen, da die Winde besonders unbeständig sind: „Dieses Jahr sieht es nicht allzu schlimm aus. Ich habe mich für den Moment auf der richtigen Seite positioniert und die Idee ist, direkt nach Süden zu fahren und dabei das Boot so schnell wie möglich segeln zu lassen“, erläuterte Herrmann. 

Bei all professionellem Kalkül bleibt immer noch viel Raum für Unvorhersehbares. Favorit Jérémie Beyou musste mit der "Charal" wegen eines Ruderschadens nach nur vier Tagen auf See wieder in den Starthafen Les Sables d’Olonne zurückkehren und Nicolas Troussel lag mit der "Corum l’Epargne"auf dem vierten Platz, als sein Mast brach. Maxime Sorel (""V&B Mayenne") kollidierte in der Nacht von Sonntag auf Montag mit Treibgut. 

Die Positionen und Bootsdaten der Teilnehmer können jederzeit hier eingesehen werden.

 

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