Vendée Globe gestartet

Malizia

Les Sables d‘Olonne, 09.11.2020 von IBN

Am Sonntagmittag, 08. November startete die Vendée Globe. Nachdem der Start aufgrund zu dichten Nebels verschoben wurde, gingen die 33 Skipper auf IMOCA 6o Rennyachten um 14.20 Uhr auf den Kurs. Dieser führe die Einhandsegler rund 24.300 Seemeilen mit einer Reisegeschwindigkeit von bis zu 70 Km/h um die Welt, wie das Team des deutschen Skippers Boris Herrmann mitteilt.

Herrmann habe demnach mit der "Malizia" einen hervorragenden Start in einer Führungsposition gehabt.  Auch in einem Rennen um die Welt können zwei Sekunden viel entscheiden. Das zeigte der französiche Skipper Louis Burton, der mit der "Burton Bureau Vallee II"  einen Frühstart hinlegte und nun eine Zeitstrafe von fünf Stunden einbüßen muss. 

Boris Herrmann ist bereits drei Mal um die Welt gesegelt, doch dies ist seine erste Vendée Globe und damit seine erste Einhand-Umsegelung. Der 39-jährige Skipper wird während der gesamten Reise mithilfe des automatisierten Labors an Bord verschiedene Meeresdaten messen und diese dann live an Forschungsinstitute weiterleiten. Es sei das erste Mal, dass ein Datensatz von einer vollständigen Reise um die Welt erhoben werde. Dadurch, dass  die gemessenen Daten live vom Boot aus gestreamt würden, könnten sie von Wissenschaftlern fast in Echtzeit empfangen und analysiert werden, teilt das das Team um Boris Herrmann weiter mit.

Das Wetter für die erste Woche des Rennens werde komplex, heißt es in der Mitteilung weiter und die Routing-Berechnungen seien noch nicht eindeutig für Herrmann. In diesem langen Rennen hänge alles von den jeweils vorherrschenden Bedingungen, der Taktik und den Entscheidungen der Skipper ab. Der aktuelle Rekord der Vendée Globe liegt bei 74 Tagen, doch viele Skipper sind sich einig, dass es in dieser Ausgabe deutlich schneller sein wird. 

Der Standort aller Boote, die Bootsdaten und die Abstände auf einen Blick kann hier jederzeit live getrackt werden. 

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