Radolfzeller ist inoffizieller Weltmeister der neuen olympischen Klasse

Sebastian Kördel gewinnt die IQ-Foil International Games

Kördel

Campione, 28.10.2020 von IBN

Vom 19.-24. Oktober wurden am Gardasee die iQFOIL International Games, eine erste, inoffizielle Weltmeisterschaft in der neuen olympischen Windsurf-Klasse auf foils ausgetragen. Der Gewinner heißt Sebastian Kördel und stammt aus Radolfzell. Bereits vor einigen Wochen holte der Surfer, der im olympischen Kader des Norddeutschen Regattavereins (NRV) startet, Silber bei der Europameisterschaft am Silvaplaner See in der Schweiz.

Wie der NRV mitteilt, setzte sich Sebastian Kördel in einem extrem starken Feld von 118 Startern von Anfang an souverän durch und holte in einem  spannenden Finale der besten Vier vor dem Franzosen Nico Goyard die Gold. Die starken Leistungen aus den Vorläufen hatten dem Radolfzeller Surfer demnach bereits gereicht, um direkt ins Finale der „iQ international Games“ zu kommen.  

Am Finaltag konnte Kördel dann zunächst auf Platz zwei hinter dem Franzosen Nico Goyard auf seine Gegner warten, die sich in Ko-Läufen (Knockout der Top 12), wie man es auch von der Star Sailors League kenne, erst ins Finale surfen mussten. Die Finalläufe waren nach einem für die Surfer neuen Kursformat, wie man es zum Beispiel vom America's-Cup kenne, ausgelegt worden, erklärt Sina Wolf, Pressesprecherin des NRV in der Vereinsmitteilung weiter: Ein entscheidener Reach-Start, dann weiter zu einem kurzen Vorwindkurs, zurück zur Luvtonne und von dort wieder halbwind ins Ziel. Kördel gelang es schon im in der Vorstartphase sich vor den Franzosen Nico Goyard  zu platzieren und rauschte so als erster über die Startlinie. Diese Position konnte er bis zur Ziellinie halten und gewann damit die inoffizielle WM, heißt es weiter in der Meldung des NRV.

"Es war sehr spannend, ich hatte einen guten Start, konnte über den Kurs mit einer höheren Geschwindigkeit punkten und schaffte es so meinen Vorsprung bis ins Ziel zu halten: Ich bin glücklich!“ sagte Sebastian Kördel nach der Siegerehrung über den finalen Lauf. Im Blick auf den gesamten Verlauf der Woche sagte er: "Ich habe das erste Rennen der Woche als Zweiter beendet und war bis heute Zweiter, wobei ich immer mit Nico (Goyard) gekämpft habe: Er war besser in den Kursrennen und ich im Slalom. Die Finalserie ist ein großartiges Format, der Reach Start ist ungewöhnlich; ich habe die ersten beiden vom Wasser aus beobachtet: Die Surfer fliegen buchstäblich über die Linie und schaffen so eine spektakuläre Show! Mir gefällt auch das K.o.-System, dank dem man seine Position stark verbessern kann, aber mit einem fairen Sicherheitsnetz für die vier Erstplatzierten, die nicht tiefer als bis zum vierten Platz fallen können".

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