"Bunt, divers, inklusiv & windig"

Begeisterte Verantalter und Teilnehmerinnen beim Hamburger Helga-Cup 2020

helga

Hamburg, 05.10.2020 von IBN

Unter dem Motto „Bunt, divers und inklusiv“ ging der Helga Cup 2020 auf der Hamburger Außenalster als eine Art „Coronaedition“ zwar deutlich kleiner an den Start, dafür mindestens so fantastisch, energiegeladen und begeisternd wie die Jahre zuvor, resümmieren die Veranstalter des Norddeutschen RV in ihrer Pressemitteilung. Nach einem packenden Finale am Sonntag (05. Oktober), das, wie es weiter heißt, spannender kaum hätte sein können, gewnann das heimische Team des Hamburger SC auf der J70 Bahn die dreifache Paralympic-Siegerin Kirsten Bruhn mit Luise Wanser auf der neueingeführten inklusiven S\V 14 Bahn.

„Selten hab ich mich so frei bei einem Event gefühlt. Ich kann einfach ich sein und nicht ich im Rollstuhl“, schwärmte Bahnradolympiasiegerin Kristina Vogel, die die Schirmherrschaft für den Helga Cup übernommen hatte. In Ihrer Pressemitteilung betonen die Veranstalter, dass der Helga Cup 2020 trotz Corona  blieb, was er sei: eine Frauensegelregatta, der es gelinge, Frauen aus allen Bereichen, unabhängig der seglerischen Herkunft, unabhängig der seglerischen Erfahrung, ins Boot und ans Steuer zu  holen. 

42 J70 Team segelten über drei Tage insgesamt 45 Wettfahrten und 484 Seemeilen und lieferten sich am Ende ein packendes Finale der besten Zehn. Der Wettergott hatte für dieses letzte Rennen des Helga Cup alles gegeben: Sonne, Wolken und knackige Böen mit bis zu 35 Knoten, die die Boote ordentlich beschleunigten.

Auf der neueingeführten S\V 14-Bahn segelten fünf inklusive Teams um den  Cup. Die S\V 14 ist ein noch junges Inklusionsboot, das es auch Menschen mit Behinderungen, wie zum Beispiel der seit ihrem Unfall querschnittsgelähmten Kristina Vogel, oder der mehrfachen Paralympioniken Kirsten Bruhn ermöglicht zu segeln. Bei den letzten Renne am Finaltag mussten die S\V 14 sogar gerefft auf die Bahn gingen. Am Ende gewann hier das Team Kirsten Bruhn/Luise Wanser vor Kristina Vogel/Anastasiya Winkel und Susanne Krause/Katharina Menge. 

Das Feedback der Teilnehmerinnen war nach Angaben der Veranstalter während und nach dem Cup überwältigend. Silke Basedow, Steuerfrau des HSC Women Teams, bedankte sich demnach in der Siegerehrung an allererster Stelle beim NRV „für den Mut, in diesem Coronajahr, trotzdem den Helga Cup auf die Beine gestellt zu haben und allen Seglerinnen so wunderbares Segeln zu ermöglichen“. Aber nicht nur das Überhaupt war ein Thema, sondern auch das neue Kapitel „Inklusion“. Luisa Wanser, eigentlich 470er Seglerin, nun erstmals zusammen mit Kirsten Bruhn auf dem Inklusionsboot S\V 14 unterwegs, war überwältigt: „Ich bin so begeistert, ich finde diese Inklusionsboote sind super Boote und es ist so wichtig, dass wir diese Boote in der Stadt haben, ich bin meinem Verein dankbar, dass sie diese Regatta ausrichten, trotz Corona.“ 


Dementsprechend blicke man zuversichtlich und mit Vorfreude auf 2021: Vom 10.-13. Juni soll es auf der Außenalster wieder heißen: #thinkhelga – Helga, wir segeln!