Badestopp in der Reutiner Bucht endet tödlich

Weiteres Crewmitglied wird vermisst

Lindau, 20.08.2020 von IBN

Gestern Mittag, 19. August, befand sich ein mit acht Personen besetztes Boot in der Reutiner Bucht vor Lindau und stoppte dort zu einem Badeaufenthalt. Dabei bekam eine Person gesundheitliche Probleme im Wasser und konnte gerettet werden. Während der Rettungsaktion durch die Crew bekam auch der Skipper gesundheitliche Probleme und verstarb später. Nach einer weiteren Person, die während des Vorfalls unterging, wird derzeit noch gesucht.

Ein 73-jähriger und ein 70-jähriger Gast gingen von Bord ins Wasser um zu schwimmen. Dabei traten bei dem 73-Jährigen offensichtlich gesundheitliche Probleme auf, woraufhin der 71-jährige Bootsführer ebenfalls in Wasser sprang.

Der 73-Jährige konnte einen Rettungsring greifen, zum Boot geschleppt und auch gerettet werden, wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West bestätigt.  Währenddessen bekam auch der Bootsführer Probleme im Wasser. Er konnte zum Boot gebracht, musste aber reanimiert werden und verstarb schließlich im Krankenhaus Lindau. Die dritte Person, der 70-Jährige, ging während des Vorfalls ebenfalls unter und konnte bislang trotz umfangreicher Suchmaßnahmen nicht wieder gefunden werden, heißt es weiter in der Polizeimeldung. Dernach beteiligten sich gestern vier Hubschrauber und 17 Einsatzboote aus Bayern, Baden-Württemberg und Österreich an den Suchmaßnahmen, die  wegen Einbruch der Dunkelheit unterbrochen und heute, 20. August fortgesetzt werden.

Die Kriminalpolizei ermittelt in diesem Zusammenhang nochmals den möglichst genauen Liegeort des Bootes zum Unfallzeitpunkt, um der Einsatzleitung eine gezieltere Koordination der Suchmaßnahmen zu ermöglichen, erklärte der Pressesprecher der Polizei auf Nachfrage zum aktuellen Stand.