Vier Wiffenkollissionen innerhalb einer Woche

Fahrkopf

Schaffhausen, 04.08.2020 von IBN

Am vergangenen Freitag, 31. Juli, kollidierte auf dem Hochrhein ein mit einer aufblasbaren Schwimmhilfe zusammengebundenes Stand-Up-Paddle mit der Wiffe 53 ("Fahrkopf", zwischen Hemmishofen und Rheinklingen). Eine Person wurde dabei unter Wasser gezogen und musste reanimiert werden. Bereits am Wochendende zuvor kam es zu mehreren Zwischenfällen an anderen Wiffen.

Im jüngsten Fall war ein Erwachsener und zwei Jugendliche mit einem kaum manövrierfähigen Gefährt, bestehend aus einem Stand-Up-Paddle und einer daran angebunden aufblasbaren Schwimmhilfe unterwegs. Der Erwachsene, an dessen Fuss das Stand-Up-Paddle befestigt war, wurde bei der Kollision unter Wasser gezogen. Weitere sich auf dem Rhein befindende Personen konnten den Verunglückten bergen. Der Verunfallte konnte mit Hilfe einer zufällig anwesenden Fachperson professionell reanimiert werden. Er wurde mit einem Rettungshelikopter mit unbestimmten Verletzungen und in kritischem Zustand in ein Spital geflogen und überlebte nur knapp, wie die  Schaffhauser Polizei mitteilt.

Am Samstag zuvor wurde mit einem Großaufgebot der Kantonspolizei Thurgau und der Schaffhauser Polizei nach den Insassen eines Schlauchbootes gesucht, das am Fahrwasserzeichen 61 ("Salzfresser", unterhalb der Bibermühle) hängen blieb. Die Besatzung konnte sich ans Ufer retten, meldete sich aber nicht bei der Polizei.

Tags darauf, am Sonntag, 26. Juli, kam es zu zwei Kollissionen von Kajaks mit den Wiffen 53 ("Fahrkopf") und 57 (zwischen Rheinklingen und Bibermühle). Im ersten Fall klemmte sich die Paddlerin den Fuß zwischen Boot und Pfahl ein und musste ärztlich im Krankenhaus behandelt werden. Im weiteren Fall füllte sich das Kajak mit Wasser, weshalb die Insassin dieses verlassen musste. Sie wurde von einem in der Nähe befindlichen Bootsfahrer geborgen. 

Die Schaffhauser Polizei weist erneut darauf hin, dass das Zusammenbinden von Gummibooten und Schwimmhilfen jeglicher Art diese in ihrer Manövrierfähigkeit stark einschränkt und damit lebensgefährlich macht. Eine neu gestartete Kampagne der Wasserschutz- und Seepolizeien, sowie der Schifffahrtsgesellschaft URh klärt eindrücklich über die Gefahren auf dem Fließgewässer auf.