Suchaktion nach vermisstem Nachtschwimmer

Horn, 20.07.2020 von IBN

Am Abend des 16.Juli startete ein Schwimmer gegen 20.00 Uhr im Untersee am Strandbad Horn zu einer Seeüberquerung in Richtung Schweizer Ufer. Ein Zeuge des Vorfalls, der den 19jährigen nach Verlassen der Badegrenze aus den Augen verloren hatte und ihn anschließend auch mit einem Fernglas nicht mehr auf dem See entdecken konnte, alarmierte die Integrierte Leitstelle. Wie die Polizei mitteilt, suchten eine Vielzahl an Rettungskräften der DLRG, der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei auf dem See nach dem Vermissten. Auch eine Polizeistreife an Land beteiligte sich an der Suche nach dem Mann, der seine Kleidung am Ufer zurückgelassen hatte. Kurz vor 22.00 Uhr führte die Suche zum Erfolg.

Ein Boot der DLRG konnte den Schwimmer in ca. 1200 Meter Entfernung vom Deutschen Ufer in Richtung Schweiz schwimmend wohlbehalten antreffen und ihn an Land bringen. Der junge Mann war sich seines Verhaltens und den damit verbundenen Gefahren überhaupt nicht bewusst und teilte den Rettungskräften mit, ein sehr guter Sportler zu sein. Eine Seeüberquerung wäre für ihn kein Problem.

Die Beamten der Wasserschutzpolizei Konstanz wiesen den Langstreckenschwimmer eingehend auf die Gefahren seiner nächtlichen Seeüberquerung hin. Selbst sehr gut trainierte Schwimmer sollten sich nie ohne Beiboot oder Schwimmboje auf eine so lange Tour auf den See begeben. Nur so können sie sich - sollten sie unterwegs in Schwierigkeiten geraten - vor dem Ertrinken retten. Beim Schwimmen in der Dunkelheit sollten Schwimmer - um ihre Position für andere Wasserssportler kenntlich zu machen - zudem immer eine Beleuchtungsquelle mit sich führen.