"Seefahrer sind systemrelevant"

Hamburg, 25.06.2020 von IBN

Über 1,2 Millionen Seeleute sorgen jeden Tag dafür, dass Schiffe zwischen allen Kontinenten fahren und stellen damit sicher, dass die Weltwirtschaft funktioniert, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mitteilt. Anlässlich des weltweiten „Tags des Seefahrers“ am 25.06.2020 betont BSH-Präsidentin Dr. Karin Kammann-Klippstein die Bedeutung der Schiffsbesatzungen. „Seefahrer sind systemrelevant – und das gilt unabhängig von der aktuellen Corona Pandemie.“

Auch während der Einschränkungen, die Corona mit sich bringt, läuft die weltweite Versorgung mit Gütern, insbesondere auch mit Lebensmitteln, Medikamenten und Schutzausrüstung ohne Unterbrechung weiter. „Dies wäre ohne die Seefahrerinnen und Seefahrer nicht möglich“, so Dr. Kammann-Klippstein.

Umso schwieriger sei es, dass der reguläre monatliche Besatzungswechsel von rund 100.000 Seeleuten vielfach immer noch nicht wieder stattfinden kann, kritisiert die Präsidentin der zentralen maritimen Behörde in Deutschland. Manche Seeleute sind sogar bereits über ein Jahr an Bord. Das birgt für diese Menschen physische und psychische Gefahren und stellt dadurch auch eine Gefahr für die Sicherheit von Schiff, Ladung und Umwelt dar. Sie fordert die Gesellschaft auf, sich besonders an dem heutigen Tag des Seefahrers die Bedeutung dieser „stillen Heldinnen und Helden des Alltags“ für die tägliche Versorgung bewusst zu machen.

Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie hatte der Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO auf die Systemrelevanz der Seeschiffe und ihrer Besatzung hingewiesen. Er hatte alle Mitgliedstaaten der IMO aufgefordert, Zeugnisverlängerungen für Befähigungs- und Schiffssicherheitszeugnisse unbürokratisch zu ermöglichen, um den weltweiten Schiffsbetrieb aufrechtzuerhalten. Dieser Aufforderung ist Deutschland, wie viele andere Staaten auch, nachgekommen.

2010 erklärte die IMO zusammen mit den Vereinten Nationen den 25. Juni zum internationalen Tag des Seefahrers. Ein gesteigertes Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Belange und Leistungen der Seeleute und des internationalen Seehandels, ein deutliches Signal an die Seeleute, dass ihre Arbeit anerkannt und geschätzt wird und forcierte Anstrengungen auf regulatorischer Ebene, damit Seeleute ihre Dienste gut und sicher anbieten und durchführen können, sind die Ziele des Tages.

 

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Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist die zentrale maritime Behörde in Deutschland. Fast 1000 Beschäftige in rund 100 Berufen befassen sich mit Aufgaben in der Seeschifffahrt, der Ozeanographie, der nautischen Hydrographie, der Offshore-Windenergie und der Verwaltung. Fünf eigene Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiffen operieren in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone von Nord- und Ostsee. Das BSH arbeitet international in mehr als 12 Organisationen und etwa 200 dort angesiedelten Gremien unter anderem bei der Entwicklung internationaler Übereinkommen mit. Das BSH ist eine Bundesoberbehörde und Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur mit Dienstsitzen in Hamburg und Rostock.

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