Bayerische Häfen weiter ohne sanitäre Infrastruktur

München/ Stuttgart, 02.06.2020 von IBN

Wie das Bayerische Staatsministerium auf Nachfrage der Redaktion mitteilt, ist die Nutzung der sanitären Infrastruktur in Häfen im Bundesland Bayern nach wie vor untersagt. Nach Auskunft des Hafenmeisters können im LSC-Hafen Gastlieger festmachen, wenn sie über eigene sanitäre Einrichtungen (z.B. Portapotti)an Bord verfügen.

Wie es in der Mitteilung des Staatsministeriums heißt, seien Häfen, wie auch frei zugängliche oder an einen Verein angebundene Zugänge zum Wasser generell geöffnet. Das Betreten der Gebäude sei aber nur "zu dem ausschließlichen Zweck, das für die jeweilige Sportart zwingend erforderliche Sportgerät zu entnehmen oder zurückzustellen" gestattet. 

In Baden-Württemberg dürfen seit 29. Mai, Beherbergungsbetriebe, Ferienwohnungen und Campingplätze  wieder öffnen. Auf Nachfrage der Redaktion wurde von der Pressestelle des baden-württembergischen Staatsministeriums per email bestätigt, dass dies auch für Häfen zutrifft und die sanitäre Infrastruktur analog der Bestimmungen für Campingplätze wieder zur Benutzung frei gegeben werden darf. 

mal wieder eine bayerische Extrawurst

Welchen Sinn macht es das die Sanitäranlagen auf einigen bayerischen Campingplätzen komplett geöffnet sind (die gibt es nachweislich), die Öffnung in Häfen aber verboten sind. Ist das Virus in BaWü nicht so ansteckend wie in Bayern oder können sich Camper weniger schnell infizieren als Bootsfahrer. Den immer wieder gerne betonte klugen und vorsichtigen Weg kann ich hier beileibe nicht erkennen, im Gegenteil Bayern will wohl einfach nur zum wiederholten Mal in diesen Corona Zeiten anders sein oder ist es dann doch vielleicht nur Wahlkampf.
Ich bin gespannt wann man sich entscheidet den immer wieder angepriesenen Urlaub im schönen weißblauen Bayern auch zu ermöglichen. Bootsurlaub ohne Sanitäranlagen ist jedenfalls nicht möglich in Bayern
Peter Kruse am 02.06.2020 13:04:09
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