IBK-Regierungschefs einig im Kampf gegen das Coronavirus

Wassersportler zur Zurückhaltung aufgerufen

Konstanz, 06.04.2020 von IBN

Die Regierungschefs und Regierungsvertreter der INternationalen Bodensee Konferenz (IBK) tauschten sich am 2. April in einer Videokonferenz über den aktuellen Stand in Sachen Corona und die in den Ländern und Kantonen getroffenen Maßnahmen aus. Wie der Informationsdienst der IBK mitteilt, waren alle zehn Regierungen vertreten, um sich gemeinsam einen Überblick über die jeweiligen Situationen in den Ländern und Kantonen zu verschaffen und um über künftige Maßnahmen zu beraten.

Der derzeitige IBK-Vorsitzende, Landeshauptmann Markus Wallner sagte: „Gerade in dieser Ausnahmesituation sind überregionale Kontaktpflege und Vernetzung unverzichtbar. In diesem Sinne begrüße ich es sehr, dass wir uns in unseren Bemühungen zur Eindämmung des Virus weitestgehend einig sind. Rund um den Bodensee wurden insgesamt sehr ähnliche Regelungen getroffen“  Die Lage an den Grenzen habe sich mittlerweile eingespielt, die Kontrollen funktionierten gut. Dabei sei klar, dass der Warenverkehr und das Pendeln von Schlüsselarbeitskräften weiterhin möglich bleiben müsse, betont Wallner. 

Bereitschaft zur gegenseitigen Hilfe ist gegeben 

Die Länder und Kantone bereiten sich weiter auf weiter steigende Ansteckungszahlen vor. Dabei haben die Regierungschefs die grundsätzliche Bereitschaft ihrer Regierungen erklärt, sich im Bedarfsfall gegenseitig Hilfe zu leisten. Dabei ist es auch hilfreich, dass die Verantwortlichen der Länder und Kantone für den Katastrophenschutz bereits seit einiger Zeit in einer IBK-Projektgruppe zur Optimierung der grenzüberschreitenden Hilfe in Notlagen zusammenarbeiten.2 

Akzeptanz, Zusammenhalt und Erfindergeist 

Die Regierungsvertreter der IBK haben deutlich hervorgehoben, dass die Einschränkungen durch die aktuellen Maßnahmen überall harte Einschnitte in das gesellschaftliche Leben und die bürgerlichen Freiheiten bedeuteten. „Dennoch sind die Kontrollen an den Grenzen notwendig und funktionieren gut“, betonte Landeshauptmann Wallner. Nach wie vor ist eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung festzustellen. Gerade in der eng verflochtenen Bodenseeregion wirken sich die Mobilitäts- und Einreisebeschränkungen empfindlich auf das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger aus. 

Beispiel Wassersport auf dem Bodensee: Die geltenden Verordnungen zur Corona-Krise erfassen Wassersporteinrichtungen und -aktivitäten nicht einheitlich, was sich aber nicht einfach ändern lässt. Es kann aber festgehalten werden, dass grundsätzlich das Einwassern von Booten oder Ausfahren aus Häfen nicht erwünscht ist – auch dort wo es derzeit noch nicht verboten ist. Grundsätzlich sind die Wassersportler daher aufgefordert, Zurückhaltung zu üben und sich anderweitig an der frischen Luft zu bewegen. 

www.bodenseekonferenz.org 

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Die Internationale Bodensee-Konferenz (IBK) ist die gemeinsame Plattform der Regierungen der Länder und Kantone Baden-Württemberg, Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Fürstentum Liechtenstein, Vorarlberg und Bayern. Ziel der IBK ist es, die Bodenseeregion als attraktiven Lebens-, Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum zu erhalten und zu fördern und die regionale Zusammengehörigkeit zu stärken. Sie bildet den Kern eines breit gefächerten Netzwerkes der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Bodenseeregion.

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