World Cup in Miami: 470er

470er Miami

Miami, 29.01.2020 von Volker Göbner

Mit dem ersten World Cup Ende Januar in Miami (Florida, USA) ist die Segelsaison ins olympische Jahr gestartet. Im Blickpunkt standen vor allem die 470er. Beste aus den D-A-CH-Raum wurden Simon Diesch vom Württembergischen YC und Philipp Autenrieth (Bayerischer YC) auf Rang zehn.

Kilian Wagen/Gregoire Siegwart (Schweiz) kamen auf Rang 16, gefolgt von den punktgleichen Österreichern David Bargher/Lukas Mähr. Am Start waren bei den 470er-Herren 30 Teams. Die Weltmeister Mathew Belcher und Will Ryan zeigten sich verwundbar und kamen „nur“ auf Rang drei. Sieger wurden nach einem spannenden Duell die Spanier Jordi Xammar/Nicolas Rodriguez mit einem ersten Platz im Medal Race vor den punktgleichen Japanern Keiju Okada/Jumpei Hokazono. Neun Nationen waren nach sieben Qualifikationswettfahrten ins Medal Race gesegelt. Dass die Konkurrenz enger zusammen rückt zeigen auch die sechs verschiedenen Laufsieger in den ersten sieben Wettfahrten. Das letzte Vorrundenrennen gewannen Nikolaus Kampelmühler und Thomas Czajka (insgesamt Platz 20).

Anfangs wehte Wind mit drei bis fünf Beaufort über die Biscayne Bay vor dem Coconut Grove Sailing Club. Auf dem flachen Gewässer baute sich eine kurze, steile Welle auf, die eine große Herausforderung für die Segler darstellte. Mitte der Woche kam es zu einem Temperatursturz: nur noch sechs Grad Celsius in der sonnenverwöhnten Metropole. Die Segler kamen mit Mützen, sogar die Leguane fielen vor Kälte von den Palmen. Doch bei 23 Grad Wassertemperatur und kräftiger Sonne ließ es sich gut segeln. Es folgte ein Regentag mit Flaute und auch das siebte Rennen am folgenden Tag war nach Ansicht der Segler eher grenzwertig. Diesch/Autenrieth hatten sich als einziges Team der Nationen für das Medal Race qualifiziert, die noch um ein Nationenticket für Olympia kämpfen müssen. Um dieses wird es Mitte April beim World-Cup in Genua gehen.

Die süddeutsche Crew hatte im Medal Race nichts mehr zu verlieren – Angriff war die Devise, ein Platz Verbesserung wäre noch möglich gewesen. Doch die Strategie durchkreuzte ein britisches Team schon auf der Startlinie, drängte die Deutschen ab. Die musste daher auf der rechten Seite nach freiem Wind suchen, doch die linke Seite der Regattabahn wäre besser gewesen. „Wir haben uns abgerackert bis zum Schluss, aber da war nichts mehr zu machen“, so Vorschoter Autenrieth. Als Neunte kamen sie ins Ziel, blieben damit insgesamt auf Rang zehn. Doch mit dem zehnten Platz sind die beiden Segler zufrieden. Voriges Jahr waren sie in Miami nur auf Rang 22 gesegelt. „Wir sind super happy mit unserer Entwicklung“, sagte Autenrieth. 

Schon Mitte Februar werden die 470er-Segler ihr Quartier in Mallorca beziehen, um sich auf die WM Mitte März vorzubereiten.

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