19. Match Race Germany startet am Donnerstag

Langenargen, 11.05.2016 von IBN

Die Generalprobe zum 19. Match Race Germany begann am Mittwoch auf dem Bodensee vor Langenargen sonnig. In zwei Gruppen machten sich die zwölf Segel-Teams aus acht Ländern mit den großen Yachten im deutschen Duellsegel-Klassiker vertraut, probten Manöver.

Die weiteste Anreise hatte die Crew von Steuermann Kohei Ichikawa aus dem von Langenargen rund 10.000 Kilometer entfernten Tokio. Das japanische Quintett mit dem Teamnamen Gekko erreichte Langenargen am Mittwochmittag 18 Stunden nach dem Abflug aus Tokio und startete direkt ins erste Training durch. „Das hat Spaß gemacht! Es ist sehr schön hier auf dem Bodensee und wir freuen uns auf die Duelle ab morgen.“

 Für einige Crews hatte die Arbeit sogar schon vor Beginn der Generalprobe begonnen. Sie mussten mehrere Laufrunden absolvieren, um letzte nicht erlaubte Kilos loszuwerden und das Gewichtslimit für die Mannschaften von maximal 437.5 Kilogramm (bei fünfköpfigen Crews durchschnittlich 87.5 Kilo pro Segler) einzuhalten, bevor es zum ersten Mal auf den See ging. Die Crews segeln die Matchrace-Yachten in aller Regel zu fünft. Nur das japanische Team Gekko unterbietet das Maximalgewicht auch mit einer sechsköpfigen Mannschaft noch knapp und nutzt diesen Vorteil zum Start mit einem Sextett.

 Zum Freien Training wehte am Mittwoch eine leichte Bodenseebrise, die den Seglern und ersten neugierigen Zuschauern einen Vorgeschmack auf die kommenden Regattatage gab. „Wir freuen uns sehr, hier an den Start gehen zu dürfen“, sagte der Schweizer Nelson Mettraux. Der 23-jährige ist Spross einer erfolgreichen Seglerfamilie vom Genfer See. Zwei seiner drei Schwestern segelten mit dem SCA-Frauenteam im Volvo Ocean Race um die Welt, während Nelson Mettraux selbst zu den europäischen Aufsteigern im Matchrace zählt und auch die Tour de France à La Voile bestreitet.