Neue Route und Herausforderungen

regatta

15.02.2016 von IBN

Neun internationale Segelteams, darunter erstmals auch eine deutsch-österreichische Mannschaft, treten ab Montag (15. Februar) zur längsten Hochseeregatta des Mittleren Ostens an.

Die sechste Auflage der zweiwöchigen EFG Sailing Arabia – The Tour führt über fünf Etappen und 730 Seemeilen durch den Arabischen Golf. Das Team Mangold aus Wien ist bei seiner Premiere zwar nur Außenseiter, will sich aber gegen die Topfavoriten, darunter Team Averda (Großbritannien) mit dem deutschen Skipper Marcel Herrera und Vorjahressieger Sidney Gavignet aus Frankreich, Skipper der „EFG Bank Monaco“, teuer verkaufen.

 Inspiriert durch Sindbad, den Seefahrer, aus den Erzählungen Tausendundeine Nacht, nimmt das Team Mangold das Abenteuer im Mittleren Osten an. „Wir machen das zwar nur aus Spaß”, sagt Eigner Helmut Mangold, der selbst seit acht Jahren den ähnlichen Mangold Cup an der Adria organisiert, „aber wir wissen schon, dass es kein Spaziergang wird.“

Die Konkurrenz sieht unter anderem ein reines Oman-Männer-Boot mit Fahad Al Hasni und Nasser Al Mashari aus der Extreme Sailing Series, sowie eine Frauenmannschaft des Initiators Oman Sail, die von der britischen Hochseelegende Dee Caffari angeführt wird, die als einzige Frau schon fünfmal den Globus umrundet hat. „Hier geht es einzig und allein darum, die Wahrnehmung der Frauen im Mittleren Osten zu verändern“, sagt Caffari, „indem sie genau dasselbe leisten, die die Männer.“ Aus Europa kommen außerdem das Schweizer Team Bienne Voile und das Team Delft Challenge (Niederlande) an den Arabischen Golf.

Zur Crew von Helmut Mangold gehören neben Skipper Martin Felgenhauer auch beide Ehefrauen Theresia und Maria, sowie Navigator Martin Lindner. Der Segellehrer hat schon mehr als 100.000 Seemeilen im Kielwasser und wird auch als Taktiker fungieren. Doris Ruskovic und der zweite Steuermann Tom Zahalka komplettieren „die Mangolds“. Sie hoffen, „vielleicht sogar eine Etappe oder ein Kurzrennen in den Häfen zu gewinnen“, so der Eigner, obwohl noch nicht alle an Bord Langstreckenerfahrung über Nacht haben. 

Das Event startet mit dem ersten Hafenrennen in Dubai, bevor es am Dienstag (16. Februar) auf Kurs Abu Dhabi geht, wo – wie auf allen Stationen – ebenfalls eine Kurzwettfahrt geplant ist. Nach dem 160-Seemeilen-Teilstück nach Doha geht es zum ersten Mal über 280 Seemeilen nach Khasab/Katar auf der Landspitze Musandam. Die dritte und längste Etappe wurde auf Wunsch der Segler neu ins Programm genommen und könnte durchaus zwei Tage und Nächte dauern, wenn nicht länger, wenn der Wind zwischendurch einschläft.

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