Das neue Team schlägt sich gut

GC 32

Radolfzell, 31.08.2015 von IBN

Am vorletzten Event der Bullit GC32 Racing Tour in Civitavecchia bei Rom sicherte sich das Armin Strom Sailing Team einen zwar nicht herausragenden, aber doch versöhnlichen vierten Rang.

Die Vorzeichen standen nicht optimal: Das Armin Strom Sailing Team trat zum viertägigen Grossevent „Trofea de Roma“ mit einem neuen Team an. Weil Diego Stefani die Saison verletzungsbedingt vorzeitig beenden musste, sind neu der junge Argentinier Pablo Völker als Taktiker und der Brite Adam Piggott in der Mannschaft des Schweizer Skippers Flavio Marazzi. 

Nach der sehr wechselhaften Bilanz der bisherigen Regatten – ein klarer Sieg beim Cowes Cup im Juni, aber ein letzter Platz in Kiel -  war es das erklärte Ziel, Ruhe und Stabilität ins Team zu bringen. „Es ist wie beim Fussball“, sagte Marazzi nach der Regatta: „Die besten Einzelspieler nützen nichts, wenn der Teamgeist nicht stimmt. In der momentanen Besetzung fühle ich mich sehr wohl.“ Dennoch wollte der Skipper die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. 

Wind-Lotto 
Die ersten beiden Tage des Events von Rom waren von Leichtwind gezeichnet. Am Freitag konnten gar keine Regatten durchgeführt werden. Am Samstag fanden sechs Läufe statt, allerdings blieb der Wind mit 2 bis 5 Knoten verhalten. „Wir hatten nicht die besten Starts“, so Marazzi, der im Anschluss versuchte, das Feld von hinten aufzurollen, allerdings mit mässigem Erfolg. 

Der letzte Tag der Regatta zeigte dann aber, dass es trotz äusserst knapper Vorbereitungszeit gut klappt in der neuen Besetzung: Ein erster und zwei zweite Plätze stimmten Skipper und Team zuversichtlich. „Die Sache mit dem Wind ist halt immer eine Lotterie“, sagte Flavio Marazzi: „Wir segeln mit einem Spass-Boot, und wenn der Wind stark ist, macht es auch riesigen Spass. Bei Leichtwind sind und bleiben wir im Nachteil gegenüber Teams, die mehr Erfahrung mit solchen Bedingungen haben.“ Mit einem vierten Schlussrang in Rom liegt das Armin Strom Sailing Team vor dem letzten Event auch in der Gesamtwertung auf Platz 4. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass ein Sieg nicht mehr drinliegt. Aber wir werden Ende September in Marseille alles geben, damit wir uns vielleicht noch um einen oder zwei Ränge verbessern können.“ Die Zeit wird für Marazzi und sein neues Team arbeiten. 

Ergebnisse GC32 Trofeo di Roma 
1. Sultanate of Oman (OMA) – 45 Punkte 
2. Spindrift racing (FRA) - 48 Punkte 
3. Team Alinghi (SUI) - 50 Punkte 
4. Armin Strom Sailing Team (SUI) - 64 Punkte 
5. Team ENGIE (FRA) - 64 Punkte

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