Herrmann/Breymaier auf Rang 6

17.02.2011 von IBN

Boris Herrmann und Ryan Breymaier haben am heute (17. Februar) beim Barcelona World Race den sechsten Platz erobert.

Das deutsch-amerikanische Duo überholte mit seiner Hochseesegelyacht „Neutrogena“ südlich von Tasmanien nach wochenlangem Zweikampf die „Mirabaud“ von Dominique Wavre und Michèle Paret (Schweiz/Frankreich). Im Zwischenklassement der 25.000 Seemeilen langen Regatta rund um den Globus betrug der Vorsprung 3,7 Seemeilen. An der Spitze warteten Jean-Pierre Dick und Loïck Peyron in Wellington/Neuseeland, bis sie mit der „Virbac-Paprec 3“ am Freitag (18. Februar) um 11.11 Uhr deutscher Zeit nach einem Reparaturstopp und 48-stündiger Zwangspause das Rennen wieder aufnehmen dürfen. Da die Verfolger mit schwachen Winden vor der Küste zu kämpfen haben, könnten die Franzosen Platz eins sogar verteidigen. Der weitere Kurs führt rund Kap Hoorn nach Barcelona zurück, wo die Teilnehmer Anfang April erwartet werden.

Vor zehn Tagen war die „Neutrogena“ einmal für kurze Zeit vorbeigezogen, dann aber nach einem Wassereinbruch über eine defekte Rohrleitung aus dem Ruder gelaufen. Ein Segel ging über Bord, musste gesucht werden, und die Aufholjagd ging von vorne los. 


Unterdessen gibt es immer neue Gerüchte und Spekulationen, wer von den zwölf im Rennen verbliebenen Teilnehmern – zwei sind bereits wegen Mastbrüchen ausgeschieden – im neuseeländischen Wellington Reparaturstopps einlegen könnte, die allerdings laut Reglement mit einer 48-stündigen Zwangspause verbunden sind. Auf allen Yachten scheint es nach der strapaziösen Passage des Südpolarmeers seit dem Kap der Guten Hoffnung (Südafrika) mehr oder weniger kleine Materialschäden zu geben.

Die „Hugo Boss“, zuletzt härtester Verfolger der „Neutrogena“, meldete Donnerstagmittag ein erhebliches Problem mit dem Großsegel. Schon Ende Januar sei die Führung, mit der es am Mast hochgezogen wird, auf einer Länge von 50 Zentimetern herausgerissen. Die schadhafte Stelle liege über dem ersten Reff. Deshalb könnten Wouter Verbraak und Andrew Meiklejohn (Die Niederlande/Neuseeland) schon lange nicht mehr Vollgas geben, hieß es vom Team.