Reparaturstopp in Neuseeland

16.02.2011 von IBN

Zur Halbzeit des Barcelona World Race legen die französischen Spitzenreiter Jean-Pierre Dick und Loïck Peyron mit ihrer Hochseesegelyacht „Virbac-Paprec 3“ am Mittwoch (16. Februar) in Wellington/Neuseeland einen Reparaturstopp ein und werden dort laut Reglement 48 Stunden festgehalten.

Diese zwei Tage könnten den zuletzt 550 Seemeilen zurückliegenden Verfolgern Iker Martínez und Xabi Fernández aus Spanien reichen, um mit ihrer „Mapfre“ die Führung zu übernehmen. Boris Herrmann, der einzige deutsche Teilnehmer an der Zweimann-Regatta rund um die Welt, verfolgte mit seinem Co-Skipper Ryan Breymaier aus den USA auf der „Neutrogena“ auf Rang sieben weiter die „Mirabaud“ von Dominique Wavre/Michèle Paret (Schweiz/Frankreich), die rund 20 Seemeilen Vorsprung verteidigten. Beide Boote lagen noch weit mehr als 1.500 Seemeilen, hochgerechnet fünf bis sechs Tage von der Passage der Cook-Straße zwischen der Nord- und Südinsel Neuseelands entfernt.

Unterdessen bestätigte auch die Mannschaft der „Groupe Bel“ (ebenfalls Frankreich), dass sie in Neuseeland vorrübergehend anhalten wird. Die auf Rang vier liegenden Kito De Pavant und Sébastien Audigane haben zwei völlig zerrissene Vorsegel, ohne die sie langfristig vermutlich zurückfallen würden. Spekulationen gibt es auch um die dahinter liegende „Renault“ der Spanier Pachi Rivero und Antonio Piris. Sie hatten zwischendurch ein Problem mit dem Großsegel und nach und nach den Anschluss an die Spitzengruppe verloren. Müssten sie auch zur Reparatur einlaufen, könnten Boris Herrmann und Ryan Breymaier wahrscheinlich vorbeiziehen und einen Platz aufrücken, da der Rückstand zuletzt weniger als 400 Seemeilen betrug. Auf die „Groupe Bel“ waren es noch mehr als 800, die in zwei Tagen selten zu schaffen sind.

Hinter der „Neutrogena“ hatte die vor Beginn der Regatta mit favorisierte „Hugo Boss“ an den Vortagen mächtig aufgeholt und die Frauencrew Dee Caffari/Anna Corbella (Großbritannien/Spanien) auf der „GAES“ geradezu stehengelassen.