Olympische Segler trainieren mit Zeitmaschine

Hamburg,, 29.01.2014 von IBN

Zeit ist die wichtigste Währung für Sportler, vor allem für olympische Segler. Vier Jahre Vorbereitung verstreichen meist wie im Flug. Damit die deutschen Segler aus dem Audi Sailing Team Germany ihre Zeit optimal nutzen, steht die Trainingstagebuch-App von SAP nach erfolgreicher Testphase und Feedback der Segler der gesamten Nationalmannschaft zur Verfügung.

Marcus Baur, Head of Technology beim Sailing Team Germany, war selbst zwei Mal bei den Olympischen Spielen dabei, war Europameister im 49er-Skiff und versteht die Herausforderung Olympia wie kein Anderer. „Bessere Leistungen können nicht delegiert werden. Es gibt immer mehr zu tun, als Zeit vorhanden ist. Je besser man diese Zeit nutzt, desto besser stehen die Chancen bei Olympia.“

 Um dieses Problem zu lösen, hat das Sailing Team Germany zusammen mit seinem Technologiepartner SAP eine Lösung entwickelt. „Falls wir Sportler in eine Zeitmaschine setzen könnten, um die vier Jahre zu verdoppeln – wir würden es tun,“ lacht Stefan Lacher, Head of Technology der SAP Sponsorships. „Doch selbst SAP glückt dieser Streich noch nicht. Stattdessen haben wir eine neue App entwickelt: ein Trainingstagebuch, das Sportlern hilft, ihre Aufgaben, und wie lange sie dafür brauchen, zu loggen.“

 Mit der SAP-Trainingstagebuch-App wird ein Standardformat für diese Daten eingeführt. Wenn das gesamte Team seinen Zeitaufwand für verschiedene Aufgaben misst, können Trainingsmethoden verglichen werden. „Mit dem Tool benötige ich lediglich ein paar Sekunden, um mir einen Überblick über meine Trainingseinheiten zu verschaffen,“ sagt Theodor Bauer, der letztes Jahr die U19-Weltmeisterschaft in der Einhandklasse Laser gewann. „Mein Trainer und ich können jetzt ohne Weiteres mein Training mit dem anderer Segler vergleichen.“

 „Zeiterfassung wird in Unternehmen schon seit Jahren mit SAP-Lösungen betrieben. Die Ideen des Trainingstagebuchs gehen darüber hinaus, da die Anwender in den Mittelpunkt gestellt werden und ein detailliertes Bild von ihrem Aufwand erhalten. Es wird spannend, die Erkenntnisse aus dem Leistungssport auf das Geschäftsumfeld zu übertragen. Denkbar wäre es, dass sich Vertriebsarbeiter hinsichtlich ihres Zeiteinsatzes miteinander vergleichen“, sagt Stefan Lacher.

 Nach zwei bis drei Jahren müssten klare Muster erkennbar sein, was genau die erfolgreichsten Sportler ausmacht, wofür und wie sie Ihre Zeit aufteilen. Dabei ist die Analyse der Daten genauso wichtig wie deren Aufzeichnung.

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