Heiko Kröger gewinnt Vize-Weltmeistertitel

Hamburg, 02.09.2013

Heiko Kröger, der erfolgreichste paralympische Segler der Welt, gewinnt bei den „IFDS World Championships“ (22. bis 30. August 2013) vor Kinsale in Irland in der 2.4mR-Klasse die Silbermedaille.

 Damit erweitert der 47-jährige Jersbeker Nationalmannschaftssegler bei den Weltmeisterschaften der paralympischen Bootsklassen seine Medaillensammlung um Nummer elf. Das Sonar-Team mit Jens Kroker, Robert Prem und Siegmund Mainka wird Vierter.
 
Nicht nur der olympische Segelnachwuchs sammelt bei Welt- und Europameisterschaften eine Medaille nach der anderen. Auch in den paralympischen Klassen kommt eine Medaille für die Segel-Nationalmannschaft dazu.
 
Mit dem zweiten Platz bei der WM knüpft Heiko Kröger, dem seit der Geburt der linke Unterarm fehlt, nahtlos an seine Silbermedaille von den Paralympics im vergangenen Jahr an. Ein Fehler im letzten Rennen kostete ihn den achten Weltmeistertitel. „Natürlich ärgere ich mich, aber ich freue mich über die Silbermedaille. Hätte mir jemand vor einer Woche gesagt, dass ich Zweiter werde, hätte ich es sofort genommen“, sagte Heiko Kröger und ergänzte, „das war die stärkste WM, die ich bisher gesegelt bin.“ Insgesamt gingen 45 Seglerinnen und Segler an den Start.
Mit einem Punkt Vorsprung setzt sich der Niederländer Bijlard Guus gegen Kröger durch. Bronze gewinnt Damien Seguin aus Frankreich. Lasse Klötzing (Berlin), Krögers Teamkollege und Trainingspartner aus der Nationalmannschaft, beendet die WM auf dem zehnten Platz.
 
Auch in der zweiten Olympischen Bootsklasse mit deutscher Beteiligung, der Sonar-Klasse, startete das Audi Sailing Team Germany mit Jens Kroker (Hamburg/São Paolo), Robert Prem (Berlin) und Siegmund Mainka (Borken) mit einer Silbermedaille von den Paralympics 2012 im Rücken.
 
Wie bei Heiko Kröger war das letzte Rennen entscheidend. Punktgleich mit den Australiern die lediglich durch die besseren Einzelplatzierungen Bronze mit nach Hause nehmen können. „Wir haben auch schon genauso knapp gewonnen wie dieses Mal verloren. Es war trotzdem eine gute Woche. Das Ziel ist und bleibt Rio 2016“, resümierte Robert Prem. Gold geht nach Frankreich, Silber in die Niederlande.