Motorboot-Verband will Sperrgebiete und Fahrverbote konsequent verhindern

IBMV

Schaffhasuen, 18.04.2013 von Gerhard Herr

Der Internationale Bodensee-Motorboot-Verband (IBMV) als Dachverband von 29 Clubs und Vereinen mit 3.500 Mitgliedern wehrt sich gegen geplante Sperrungen oder massive Einschränkungen für die Freizeitschifffahrt auf dem Bodensee.

 So soll nahezu der gesamte bayerische Uferabschnitt bei Lindau als Vogelschutzgebiet ausgewiesen und die Schifffahrt dort teilweise ganzjährig verboten werden. „Dies ist wieder einmal der Versuch, ein Stück See zu sperren und den landseitigen Seezugang einzuschränken, das können wir nicht akzeptieren“, erklärte IBMV-Präsident Paul Minz jetzt während der Frühjahrs-Delegiertenversammlung im schweizerischen Schaffhausen.
 
Paul Minz zeigte sich allerdings zuversichtlich, dass die vom Bayerischen Seglerverband, vom Bodensee-Segler-Verband, vom Deutschen Segler-Verband, von der Internationalen Wassersportgemeinschaft Bodensee und dem IBMV unterzeichnete Stellungnahme gegen die Einrichtung von Sperrgebieten am gesamten bayerischen Ufer die Naturschutzbehörde der Regierung von Schwaben in Augsburg zum Umdenken bewegen wird.
 
Aufmerksam verfolge der IBMV auch das Geschehen auf dem zwischen der Insel Reichenau und Allensbach gelegenen Gnadensee. Durch Wasserskifahrer und Wakesurfer komme es dort immer wieder zu Belästigungen durch Lärm und Wellenschlag. Wegen des Wellenschlages würden auch Boote im Allensbacher Bojenfeld und im Reichenauer Yachthafen Herrenbruck gegeneinander schlagen. Daher will die Gemeinde Reichenau Wasserskifahren und Wakeboarding verbieten lassen. Der entsprechende Antrag zur Änderung der Bodensee-Schifffahrtsordnung sei von der Gemeinde bereits gestellt worden. Für IBMV-Präsident Paul Minz wäre allerdings eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf zehn Stundenkilometer die bessere Lösung für den Gnadensee.
 

 

Tempolimit auf dem Gnadensee

Eine Einhaltung bestehender Regelungen und Beschränkungen würde das Problem schon zu einem großen Teil lösen. Vorschriften sind genug gemacht, sie sollten aber auch eingehalten werden.
So habe ich als Teilnehmer der IBMV Versammlung vergangenen Samstag den Präsidenten Paul Minz auch verstanden.
Alexander Trippel am 21.04.2013 12:36:20

…die bessere Lösung?

„…die bessere Lösung für den Gnadensee.“ Der verheerende Schaden, der dem Bootssport am Untersee mit dieser Äußerung zugefügt wurde, kann auch mit einer wohlwollenden Interpretation nicht auf eine Petitesse reduziert werden. Nicht nur die IBN, sondern auch andere meinungsbildende Publikationen wie z.B. der Südkurier berichteten gleichlautend! In Kreisen, die dem Bootssport am See kritisch gegenüberstehen, wird man den Vorstoß gerne sehen. Als IBMV-Seedienstfahrer der allerersten Stunde fühlt man sich in eine Zeit zurückversetzt, in der der frühere CDU Landwirtschaftsminister von Baden-Württemberg Gerhard Weiser in jedem Boot, das vom See verschwindet, einen Gewinn für die Umwelt sah. Damals wie heute wurde der Dolch von Organisationen geführt, denen wir vertraut haben.
Thomas Jaeckle am 30.04.2013 18:25:03

Quo vadis, IBMV?

Der IBMV macht sich jetzt also für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Gnadensee stark. Hätte man sich am Obersee die Mühe gemacht, einen Blick auf die Seekarte zu werfen, hätte man leicht erkennen können, dass durch die 300 m Zone bereits für den größten Teil des Gandensees eine Geschwindigkeitsbegrenzung herrscht. Die Revierkundigen unter uns wissen, dass die real existierende Belästigung von einer einzelnen kommerziellen Wasserskischule ausgeht.
Thomas Jaeckle am 19.04.2013 13:10:08
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