Ian Williams startet beim Match Race Germany

Langenargen, 14.02.2013 von IBN

Als erster internationaler Matchrace-Skipper hat der viermalige britische Weltmeister Ian Williams seinen Start im Match Race Germany 2012 erklärt.

Der 35-Jährige aus Lymington, der einst seinen Anwaltsjob an den Nagel hängte um Segelprofi zu werden, kehrt nach mehrjähriger Pause zurück an den Bodensee. Bei der deutschen Eröffnungsregatta der Alpari World Match Racing Tour wollen Williams und sein Team GAC Pindar den Grundstein zu WM-Titel Nummer fünf legen.
 
Doch diese Aufgabe ist auch für einen vom Erfolg verwöhnten Skipper wie Ian Williams schwer zu lösen. Noch nie konnte der Brite in Deutschland gewinnen: „Bei jedem Tour-Event werden Dir neue Herausforderungen entgegen geschleudert! In Deutschland segeln wir die größten Boote der Tour. Unser Team wird sie zum ersten Mal segeln – eine echte Herausforderung! In St. Moritz etwa bekommen wir es mit den sehr viel kleineren Booten vom Typ BluSail 26 zu tun. In Kuala Terengganu in Malaysia kämpfen wir mit einer sehr starken Strömung. Auf anderen Revieren dagegen gibt es überhaupt keinen Strom. Manchmal sind vier fünf in einem Boot, manchmal vier. Jede Regatta der Alpari World Match Racing Tour hat ihren eigenen Charakter. Das macht es so schwer, konstante Leistungen zu zeigen.“

Auch der schwedische Vize-Weltmeister Björn Hansen und sein schwedisches Mekonomen Sailing Team sind wieder am Start. Der 47-jährige Steuermann und Gründer des Stockholmer Match Race Centers aus Mariehamn hat das Match Race Germany noch nie gewinnen können, obwohl es zu seinen erklärten Lieblingsregatten zählt: „Wir lieben die freundschaftliche Atmosphäre und das kenntnisreiche Publikum. Wir haben innerhalb unseres Teams lange über die Positionen an Bord der großen Bavarias diskutiert und uns nun entschlossen, die Aufgaben des Taktikers und die Rolle als Großsegeltrimmer voneinander zu trennen. Es liegt daran, dass der Großsegeltrimmer das ‚deutsche Großsegel-System“ auf den Bavarias rückwärts gerichtet trimmt. Da er das angesichts der anspruchsvollen und unbeständigen Winde auf dem Bodensee fortwährend machen muss, hat er zu wenig Zeit sich auf Wind, Taktik und Strategie zu konzentrieren. Wenn also der Pitman auf der Kreuz die Rolle des Großsegeltrimmers übernimmt, kann sich der Taktiker auf seine strategischen Aufgaben konzentrieren. Wir wissen ja jetzt schon: Schlechter als zuletzt kann das Ergebnis mit veränderten Positionen ja nicht werden...“ 

„Wir werden bis Anfang April die Mehrheit unseres Starterfeldes vorstellen können“, sagt Sportdirektor Eberhard Magg, „aber schon zu Jahresbeginn zu wissen, dass der Weltmeister und der Vizeweltmeister kommen, freut uns vor allem für unser Publikum, das wieder mit großartigem Sport und einem unterhaltsamen Infotainmentprogramm für die ganze Familie rechnen darf.

Im Match Race Germany kämpfen vom 15. bis 20. Mai über Pfingsten zwölf internationale Spitzenmannschaften um den Großen Preis von Deutschland, rund 50.000 US-Dollar Preisgeld und wichtige Punkte für die WM-Wertung der Profis. Zum 16. Mal liefern sich die erfolgreichsten Teams der Alpari World Match Racing Tour direkt vom dem Langenargener Bodensee-Ufer packende Duelle in den telegenen Booten vom Typ Bavaria 40S.