Bronze für Segel-Nationalmannschaft bei Generalprobe im Olympiarevier

Buhl

Hamburg, 11.06.2012 von IBN

In 48 Tagen beginnen die Olympischen Spiele und die Leistungen der deutschen Olympiasegler weisen auf die vorderen Plätze. Beim ISAF Sailing World Cup im olympischen Revier vor Weymouth gewinnt Philipp Buhl (SCAI) aus dem Audi Sailing Team Germany im Laser Standard Bronze. In fünf Klassen erreichen die Deutschen die finalen Medaillenrennen.

Bereits beim dritten Sailing World Cup in diesem Jahr gewinnt ein deutscher Lasersegler eine Medaille. Philipp Buhl (SCAI) sicherte sich im Medal Race – punktgleich mit dem Zweitplatzierten – die Bronzemedaille. Sein Trainingskollege und Olympiateilnehmer Simon Grotelüschen (LYC) wird Sechster. „Die Lasergruppe mit Philipp, Simon und ihrem Trainer Thomas Piesker hat sich endgültig in der internationalen Spitze etabliert. Der Ausblick auf die Spiele 2016 macht Lust auf mehr“, freut sich Nadine Stegenwalner, Sportdirektorin des Deutschen Segler-Verbands.
In vier weiteren Klassen erreichten die deutschen Olympiateilnehmer die finalen Rennen um die Medaillen. Beide Sportler der Surfklasse RS:X platzierten sich unter den besten Zehn: Toni Wilhelm (WYC) wird Siebter, seine Kollegin aus der Segel-Nationalmannschaft Moana Delle Neunte. Somit schaffte es Trainer Pierre Loquet, dass beide Schützlinge erneut unter die Top Ten fuhren. Ebenfalls den neunten Platz erkämpften sich mit einer souveränen Leistung Kathrin Kadelbach & Friederike Belcher (VSaW/NRV) im 470er. Im Starboot beenden Robert Stanjek & Frithjof Kleen die olympische Generalprobe auf dem 8. Platz.
In den paralympischen Klassen erkämpfte Heiko Kröger (NRV), der sich für die Paralympics 2012 qualifizierte, im 2.4mR einen guten fünften Platz. Wären mehr als sechs Rennen gesegelt worden, wäre auch noch eine Medaille möglich gewesen. Im Sonar werden Jens Kroker, Robert Prem und Siegmund Mainka (YCBG/NRV) Neunte.
Am gestrigen letzten Finaltag wurden auf Grund von Starkwind – bis zu 90 Km/h – keine Rennen gesegelt. „Das Olympiarevier in Weymouth hat wieder eine bemerkenswerte Maske aufgesetzt. Hier wird Wetter zum Erlebnis. Es ist und wird elementar wichtig, dass man das Szenario und die Gewalt nicht nur erträgt. Man muss sie lieben lernen, wenn man hier gewinnen will“, beschreibt Joachim Hellmich, Direktor der STG Academy, die unberechenbaren Windverhältnisse im olympischen Revier.
Nach intensiven drei Monaten mit drei Sailing World Cups, Welt- und Europameisterschaften präsentieren sich die deutschen Olympiateilnehmer vom 16. bis zum 20. Juni 2012 während der Kieler Woche in heimischen Gewässern. Danach heißt es: Vollgas geben für die Olympischen Spiele 2012!