Mehr für den Tourismus

Konstanz, 03.05.2012 von IBN

Die drei deutschen Bodensee-Landkreise, die derzeit bereits unmittelbar Gesellschafter der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH (IBT) sind, und der Landkreis Sigmaringen wollen mehr für den Tourismus am deutschen Ufer tun.

Eine Arbeitsgruppe von Kommunalpolitikern aus den drei Landkreisen empfiehlt einvernehmlich die Neugründung einer „Deutschen Bodensee Tourismus GmbH“. Die Neuorganisation soll eng mit der IBT zusammenarbeiten. So sieht eine Empfehlung aus, die den vier Kreistagen in Kürze zur Beschlussfassung vorgelegt werden soll.

Der Tourismus auf der deutschen Bodenseeseite ist schlechter organisiert als in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Dies ist eines der Ergebnisse des zweijährigen „Positionierungsprojektes“, das unter Federführung der IBT durchgeführt wurde. Auf Initiative der drei Landräte Frank Hämmerle (Konstanz), Elmar Stegmann (Lindau) und Lothar Wölfle (Bodenseekreis) hat sich dieser Tage eine Gruppe von Oberbürgermeistern und Bürgermeistern, die unter anderem Vorstandsfunktionen in regionalen Tourismusorganisationen innehaben, sowie Vertreter des Landkreises Sigmaringen mit den Landräten getroffen um die Frage zu erörtern, welche Konsequenzen aus der Feststellung des Positionierungsprojektes zu ziehen sind. Nach intensiver Diskussion und Abwägung verschiedener Möglichkeiten kam es zu dem einhelligen Vorschlag, der noch vor der Sommerpause im Juli von den Kreistagen endgültig entschieden werden soll.

Vorbild sind die Tourismusorganisationen in den schweizerischen Kantonen, im Fürstentum Liechtenstein oder auch dem Land Vorarlberg. Gleichzeitig soll eine klare Aufgabentrennung zwischen den internationalen Vermarktungsbemühungen der IBT und den nationalen Interessen auf der deutschen Seite erfolgen. Deren Vermischung hat in der Vergangenheit immer wieder zu Unzufriedenheiten bei den internationalen Partnern der IBT geführt.

Um Synergieeffekte nutzen zu können, soll die neue Gesellschaft räumlich und auch personell eng mit der IBT gekoppelt werden. Die Details werden bis zu den Kreistagssitzungen von einer Arbeitsgruppe erarbeitet werden, die aus den Tourismusbeauftragten der Landratsämter und verschiedenen Vertretern des Tourismus am deutschen Bodenseeufer besteht.