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35 Prozent mehr Fahrgäste – ein Drittel weniger Defizit

Konstanz, 12.01.2012
IBN

2011 war das beste Jahr in der Geschichte des Katamaran-Betriebs. Über 430.000 Passagiere haben Fridolin, Constanze und Ferdinand im vergangenen Jahr über den See gebracht – 35 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch wirtschaftlich hat sich das bezahlt gemacht:
Reederei-Geschäftsführer Manfred Foss rechnet damit,
dass das Defizit rund ein Drittel geringer ausfällt als im
Vorjahr.

Insbesondere im Frühjahr waren die Fahrgastzahlen mehr als doppelt so hoch
wie im Vorjahr gewesen. „Wir haben im Frühjahr und im
Herbst die Fahrgastzahlen enorm gesteigert. Und selbst im
Sommer konnten wir noch etwas zulegen“, so Foss. In elf
von zwölf Monaten lagen die Fahrgastzahlen über dem
Vorjahr, in einem blieben sie konstant.

„Wir hoffen, dass 2011 ein Wendepunkt in der Geschichte
des Katamarans war und werden alles dafür tun, diese
Erfolgsgeschichte fortzusetzen“, kündigt auch Reederei-
Geschäftsführer Jörg Handreke an, dämpft allerdings auch
gleich allzu hohe Erwartungen: „2011 war in Sachen Wetter
insbesondere im Frühjahr nahezu optimal. Es wird sicherlich
schwer, das zu toppen.“ Dazu kam, dass 2011 kaum
Katamaran-Fahrten ausgefallen sind. Von den rund 9.300
fahrplanmäßigen Fahrten in 2011 sind nur 63 ausgefallen,
davon 54 sturm- und 9 technikbedingt.

Die Verfügbarkeitsquote lag damit bei 99,3 Prozent. Dabei habe
nicht nur das Wetter mitgespielt, betont Handreke: „Die
Technik hat einen sehr guten Job gemacht, sodass die
Katamarane äußerst zuverlässig gelaufen sind.“
Die wichtigste Erkenntnis für Handreke: Die Verbindung der
beiden größten Städte am Bodensee wird angenommen, die
Menschen nutzen sie gerne. Mit durchschnittlich 1.183
Fahrgästen pro Tag hat die Reederei das selbst gesteckte
Ziel von 1.200 Fahrgästen im vergangenen Jahr nahezu
erreicht.

Der kaufmännische Geschäftsführer Foss allerdings blickt
nicht nur auf die Fahrgastzahlen sondern auch auf das
Ergebnis unterm Strich. „Von den Fahrgastzahlen allein
können wir uns nichts kaufen.“ Das Wichtigste sei, dass sich
der Erfolg auch finanziell auswirkt. „Wir rechnen mit einem Defizit, das
um ein Drittel niedriger liegt als im Vorjahr,“ sagt Foss. In
Zahlen bedeutet das: 2011 hat die Reederei nach derzeitiger
Rechnung nur rund 600.000 Euro Verlust gemacht, statt
900.000 Euro im Jahr zuvor.