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Neue Sipplinger Sperrgebietspläne

Uferstreifen soll ausgenommen werden

Sipplingen, 11.10.2011
Michael Häßler

Nachdem die Sipplinger Bürger und die Überlinger Ruderer gegen das geplante Sperrgebiet der Bodensee-Wasserversorgung opponiert haben, hat das Baden-Württembergische Ministerium für Verkehr und Infrastruktur sowie das Landratsamt Bodenseekreis die Sperrgebietskulisse überarbeitet.

Nach der neuen, der IBN vorliegenden Karte, soll das Sperrgebiet nicht bis zum Ufer reichen, sondern erst etwa hundert Meter außerhalb der Uferlinie beginnen. Dieser Streifen könnte von Badenden, Ruderern und Paddlern genutzt werden.

Die betroffenen Wassersportler bezweifeln, dass das Befahrensverbot einen Giftanschlag auf das Trinkwasser tatsächlich verhindern kann und dadurch eine höhere Sicherheit gewonnen wird, wie das als Argument für das Sperrgebiet angeführt wird. Viele Anwohner des Bodensees sind daher der Meinung, dass es dem Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung in erster Linie um finanzielle Interessen geht und der Wasserschutzpolizei um eine einfachere Überwachung des Gebiets. Die Bürger befürchten dadurch einen Präzedenzfall, der die 15 anderen Wasserwerke dazu ermuntern könnte, ebenfalls ein totales Sperrgebiet in ihrem Einzugsgebiet einzurichten.

Bisher ist der Bereich der Trinkwasserentnahme nur für Wasserfahrzeuge unter Maschine gesperrt.

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