IBN Logo

„Semaine Olympique Française“ in Hyères

Vadlau/Mähr segeln im 470er auf Rang fünf

Hyères, 03.05.2022
Volker Göbner

Mit 751 Teilnehmern aus rund 50 Nationen war die „Semaine Olympique Française“ in Hyères(Südfrankreich) so stark besetzt wie schon lange nicht mehr. Nur 50 Seemeilen östlich des Olympiareviers von 2024 waren alle zehn olympischen Segel-Disziplinen ausgeschrieben.

Von Starkwind am Anfang bis zur leichten Brise im zweiten Teil unter permanent blauem Himmel war für jeden Geschmack etwas dabei. Böen bis 30 Knoten trennten am Anfang die Spreu vom Weizen - und zum Schluss verpuffte bei Leichtwindbedingungen so manche Medaillenhoffnung in den Medal Races. So auch die von Lara Vadlau (Kärnten) und Lukas Mähr (YC Bregenz). Als Drittplatzierte waren sie ins Medal Race gegangen - und mit einem Frühstart war „alles“ vorbei. Nicht streichbare 20 Punkte reichten sie insgesamt auf Rang fünf zurück. Ärgerlich, aber ein Laufsieg in der Goldfleet bei starker Konkurrenz zeigt, dass sie in der Weltspitze mitsegeln. Profitiert haben von dem Frühstart Luise Wanser (Hamburg/ NRV) und Philipp Autenrieth (Augsburg, BYC), die so noch auf Bronze segelten. Schnellste im Medal Race waren die Schweizer Yves Mermod und Maja Siegenthaler (SNG), die zumindest bei leichten Winden mit den Top-Ten mithalten können. Sie wurden insgesamt Sechste. 

Jäh aus Medaillenträumen gerissen wurde auch der Sonthofer Laser-Segler Philipp Buhl im ILCA 7. Er führte vorher, doch bei geringen Abständen hätten noch sechs Segler Gold holen können. Mit Platz acht im Medal Race segelte Buhl sogar vom Podium runter - und wurde „nur“ Vierter. Den Sieg holte sich der Zypriot Pavlos Kontides. Mit Nik Willim kam ein zweiter Deutscher in die Top-Ten, er segelte auf Rang acht.

 Vier Segler/innen hatte der WYC nach Südfrankreich geschickt. Im Formula Kite, den fliegenden Drachensurfern, erreichte der 18-jährige Jan Vöster unter 68 Teilnehmern Rang 34. „Das Fahrerfeld war mega stark besetzt, sogar noch dichter als bei der Trofeo Sofia in Palma“, sagte Jan Vöster und war angesichts des hohen Niveaus mit dem Ergebnis zufrieden. Abermals auf Tuchfühlung waren bei den iQFOiL-Damen Lena Erdil (NRV) und Alisa Engelmann (WYC). Sie erreichten die Plätze 14 und 15 bei 32 Teilnehmerinnen. In der Herren-Disziplin der iQFOiL-Surfer kam Jonne Heimann (WYC) auf Rang 44. Um den Anschluss kämpfen im 49er FX Nadine Böhm (DTYC) und Lena Weißkichel (WYC). Sie landeten auf Rang 30.

 Mehr zur „Semaine Olympique Française“ in der Print-Ausgabe der IBN im Juni.


In der Flotte der 470er segelten die Deutschen Luise Wasser und Philipp Autenrieth (GER10) auf den dritten Platz. Schnellste im Medal Race waren die Schweizer Yves Mermod und Maja Siegenthaler. Als Vertreter des Bodensees hatte Vorschoter Lukas Mähr (YC Bregenz) mit Steuerfrau Lara Vadlau zunächst gute Aussichten auf einen Podestplatz; die Beiden mussten sich aber den Leichtwindbedingungen geschlagen geben. Foto:Sailing Energy

Luise Wasser und Philipp Autenrieth lagen nach dem dritten Tag in Führung, bekamen dann aber Probleme bei leichten Winden. Foto:Sailing Energy