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Internationale Kontrollaktion gegen gestohlene Fahrzeuge

250 Sportboote kontrolliert, vier gestohlene Schiffe ermittelt

Konstanz, 14.12.2021
IBN

Mitte Oktober führte die Europäische Agentur für Grenz- und Küstenwache (Frontex) eine groß angelegte, koordinierte Kontrollaktion zur Bekämpfung des Handels mit gestohlenen Fahrzeugen, ihren Teilen, gestohlenen Booten sowie die Verhütung der Schleusung von Migranten und des damit verbundenen Dokumentenbetrugs durch. Zum zweiten Mal waren auch die Bootsfahnder des Kompetenz-Zentrums Bootskriminalität der Wasserschutzpolizeistation Konstanz an der europaweiten Aktion direkt beteiligt.

Wie das für die Baden- Württembergische Wasserschutzpolizei zuständige Polizeipräsidium "Einsatz" mit Sitz in Göppingen mitteilt,  wurden über 250  Sportboote, Außenbordmotoren und Trailer von den Spezialistenteams aus Konstanz und den Niederlanden überprüft. Zur gezielten Unterstützung vor Ort und zur Durchführung von  Schulungsmaßnahmen wurden zudem zwei Fahnder aus Konstanz nach Rumänien an die EU-Außengrenze zur Ukraine entsandt.

Insgesamt konnten nach Mitteilung der Polizei bei der Gesamtaktion vier Sportboote und mehrere teilweise hochwertige Außenbordmotoren aus Skandinavien, den Niederlanden und Österreich sichergestellt werden. Außerdem konnten durch den Auslandseinsatz der Konstanzer Fahnder eine Vielzahl von Ermittlungsverfahren wegen Hehlerei eingeleitet werden.

 Den Fahndern aus den Niederlanden, Österreich und Spanien gelang gemeinsam der größte "Fang", so die Pressemitteilung. In Valencia konnte eine größere Segelyacht im Wert von circa einer Millionen Euro sichergestellt werden. Eigentümer der Yacht war ein österreichischer Staatsangehöriger. Das Schiff konnte von spanischen Fahndern in Valencia lokalisiert und dort festgesetzt werden. Ein Mann wurde festgenommen. Während der gemeinsamen Maßnahme arbeiteten die Strafverfolgungsbehörden Hand in Hand mit der Privatwirtschaft, insbesondere den Automobilherstellern, Miet- und Leasingunternehmen, aber auch den Bootsherstellern.

 Aufgrund der in Rumänien neu geknüpften Kontakte konnten die Fahnder des Kompetenzzentrums Bootskriminalität der Wasserschutzpolizeistation Konstanz des Polizeipräsidiums Einsatz auch nach der Groß-Kontrollaktion Anfang Dezember mit ihren rumänischen Kollegen zwei hochwertige Außenbordmotoren sicherstellen, die in die Ukraine transportiert werden sollten, so die Polizei. In enger Kooperation mit belgischen, italienischen und französischen Fahndern gelang es demnach, die von den rumänischen Grenzbeamten kontrollierten Außenbordmotoren mit einem Zeitwert von ca. 30.000 EUR binnen weniger Stunden einem Diebstahl in Südfrankreich zuzuordnen.

Praktische Informationen der Polizei für Bootskäufer:

Bootspass und Merkblatt "Risiken beim Kauf eines gebrauchten Bootes", der analog auf die Käufe von Außenbordmotoren, insbesondere über das Internet angewendet werden kann.


 


Mit solchen Fahndungsplakaten, die zum Teil auch in Häfen aushängen, sensibilisiert die Polizei einerseits die breite Öffentlichkeit, die Augen auf zu halten, vor Allem aber Kaufinteressenten bei der Suche nach eeinem Gebrauchtboot wachsam zu sein. Foto:Polizei BW