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Eschenzer Horn: Schutzanordnung in Kraft

Eschenz, 02.07.2021
IBN

Wie das Amt für Raumentwicklung des Kantons Thurgau mitteilt, ist mit dem ersten Juli die kantonale Schutzanordnung für das Naturschutzgebiet beim Eschenzer Horn in Kraft getereten. Abweichend von der Bodensee-Schifffahrtsordnung wurde ein einzuhaltender Uferabstand von 25 Metern für den dortigen Flachwasserbereich definiert.

Das Riedgebiet am Eschenzer Horn ist ein Flachmoor von nationaler Bedeutung. Der Uferbereich und die angrenzende Wasserfläche gehören zum international bedeutenden Wasser- und Zugvogelreservat «Stein am Rhein». Verantwortlich für den Schutz ist der Kanton, der zu diesem Zweck die Schutzanordnung erlassen hat. Neben dem einzuhaltenden Uferabstand gilt ein Badeverbot in einem Bereich von 25 Meter vor dem Schilf.

Die Schutzanordnung umfasst seeseitig einen 25 Meter breiten Streifen, der beginnend beginnend rund 100 Meter westlich der Hornspitzer ostwärts in Richtiung der Insel Werd, bis etwas über die Mitte der Flachwasserbucht "Im Löchle" hinaus verläuft.

Der neuen, kantonalen Verordnung übergeordnet gilt die "Verordnung über die Wasser- und Zugvogelreservate von internationaler und nationaler Bedeutung" aus dem Jahr 1991. Sie umfasst die gesamte Wasserfläche des unteren Untersees auf Schweizer Hoheitsgebiet, ausgehend von Mammern bis Stein am Rhein, sowie den Rhein bis zur rechtsseitigen Grenze an der Bibermühle. Nach ihr ist "die Ausübung von Wassersportarrten wie Surfen, Wasserskifahren, Sporttauchen usw. sowie das Fahren mit Drachensegelbrettern und ähnlichen Geräten" vom ersten Oktober bis 31. März in diesem Bereich verboten.

Die kantonale Schutzanordnung am Eschenzer Horn ist auf der Homepage des Amtes für Raumentwicklung mit Kartiereung eingestellt. Die "Verordnung über die Wasser- und Zugvogelreservate von internationaler und nationaler Bedeutung" ist von der Internetseite des Bundes downloadbar. 


Blick auf das Westufer des Eschenzer Horns und die Flachwasserbucht Im Löchle Foto:Kanton TG, Donald Kaden