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Kite-Surfer in Seenot

Konstanz , 14.02.2021
IBN

Am Samstagnachmittag (14.2.) wollte ein 20-jähriger Kite-Surfer im Konstanzer Trichter den Starkwind ausnutzen. Wie die Polizei mitteilt, unterschätzte er dabei aber die derzeitigen Minustemperaturen. Während der Ausübung seines Sports habe sich die Gleitschirmleine um beide Füße des Mannes gewickelt, wodurch er ins Wasser fiel. Der Kiter konnte sich daraus nicht mehr befreien und sei deshalb auch nicht in der Lage gewesen, selbstständig an Land zu schwimmen.

Mit Hilferufen konnte der 20-Jährige, der nun stark unterkühlt im Wasser zwischen Strandbad und der Therme Konstanz trieb, die Aufmerksamkeit einer Frau am Ufer auf sich ziehen, die anschließend Rettungskräfte verständigte. Schließlich konnte der Kite-Surfer nach kurzer Suche ca. 200 m seewärts zwischen dem Jakobsteg und der Schmugglerbucht im Wasser treibend aufgefunden werden. Der Verunfallte wurde zunächst in einem Feuerwehrboot geborgen und danach mit einem Polizeiboot an den Jakobsteg verbracht, wo er mit einem Rettungswagen stark unterkühlt in eine Klinik transportiert und dort stationär zur Beobachtung aufgenommen wurde. Das Kite-Segel wurde durch die Feuerwehr geborgen; das Kite-Board ist bisher nicht aufgefunden worden. 

Neben der Wasserschutzpolizei Konstanz war die Feuerwehr Konstanz mit 12 Mann und die DLRG mit 18 Mann eingesetzt. Diesen Vorfall nimmt die Wasserschutzpolizei zum Anlass darauf hinzuweisen, dass es bei der Ausübung von Wassersport bei den derzeitigen Temperaturen schnell zu lebensgefährlichen Situationen kommen kann.