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Zertifizierung österreichischer Rettungsleitstellen abgeschlossen

Präzise Positionsangaben sind nach wie vor unverzichtbar

Bregenz, 11.02.2021
IBN

Am heutigen Tag des Europäischen Notrufs (11.2.) wurde die ISO-Zertifizierung für Leitzentralen des Bundesministerium des Innern in Österreich abgeschlossen. Wie die Landespolizeidirektion (LPD) Vorarlberg mitteilt, sei Österreich damit innerhalb der Europäischen Union das erste und derzeit einzige Land mit ISO-zertifizierten Leitzentralen, in denen die Polizei mit einem bundesweit einheitlichen IT-System mit den Anrufern interagieren bzw. Notrufe entgegennehmen sowie Polizeieinsätze bundesweit koordinieren könne. Präzise Standortangaben sind beim Absetzen eines Notrufs jedoch auch im Zeitalter der Digitalisierung nach wie vor unverzichtbar
Auf Nachfrage der Redaktion bestätigte ein Pressesprecher der LPD Vorarlberg ausdrücklich, dass auch beim Absetzen eines Notrufs mit dem Handy -beispielsweise vom See aus- nicht automatisch eine genaue Position übermittelt werde. Lediglich der Standort des Funkmastes, der das Signal übertrage, werde angezeigt. Das bedeute auch, dass beispielsweise ein österreichischer Nutzer, der sich vor Wasserburg befinde und dessen Handy noch österreichisches Netz empfange, entsprechend mit der Funkmast-Position des österreichischen Betreibers angezeigt werde (oder umgekehrt).
Anrufe, die über die 112 eingehen, werden je nach Art an den Rettungsdienst, die Feuerwehr oder eben den Seedienst der Polizei weiter geleitet. Teilt der Anrufer einen Standort im Zuständigkeitsbereich einer anderen Rettungsleitstelle mit, wird der Anruf entsprechend dort hin weiter geleitet. 
Bei der Landesleitzentrale Vorarlberg sind 45 speziell ausgebildete Polizistinnen und Polizisten tätig. Im Jahr 2020 von März (nach der Inbetriebnahme des neuen Systems) bis Dezember langten ca. 140.00 Anrufe ein. 

Polizeiboot der Seepolizei Hard Foto:Lohmüller, IBN

Landesleitzentrale der Landes-Polizeidirektion Vorarlberg Foto:LPD Vorarlberg