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Wassersportverbände sorgen sich um die Sicherheit auf dem See

Radolfzell, 24.07.2020
IBN

Die internationale Wassersportgemeinschaft Bodensee IWGB mit 25 Mitgliedsverbänden, darunter insbesondere sein Verbandsmitglied Bodensee-Kanu-Ring für den organisierten Kanu- und Paddelsport, sorgen sich um die Sicherheit im Seerhein und auf den Hochrheinstrecken.
Vermehrt kommt es zu Beschwerden über Behinderungen, wenn nicht sogar Gefährdung der Berufsschifffahrt und Sportschifffahrt durch mit Muskelkraft betriebene Wasserfahrzeuge, wie Stand-up-paddler, Kanu- und Kajakfahrer. 
Vielen scheint nicht bewusst zu sein, dass sie durch Unwissenheit oder Missachtung der geltenden Sicherheits- und  Befahrungsregeln der Rheinstrecken, aber auch des gesamten Bodensee, sich selbst, andere Wassersportler und die Leichtigkeit und Sicherheit der Schifffahrt, insbesondere der Berufsschifffahrt, gefährden. Talfahrende Schiffe sind in den begrenzten und engen Fahrwassern auf Grund der Strömung kaum in der Lage aufzustoppen oder gar auszuweichen. Außerhalb der Fahrwasserkennzeichnungen wird es sofort flach, so dass die Schiffe unmittelbar Gefahr laufen, zu stranden.
Wie sich zeigt, sind es häufig nicht-organisierte Anfänger oder Sportler, die z.B. für kleines Geld beim Discounter ein Stand-up-Board ohne Information zur Verkehrssicherheit erstehen und sich auch nicht mit den Grundregeln der geltenden Vorschriften der Schifffahrtsordnung vertraut zu machen. ?Dies im Gegensatz zum Fachhandel, wo meist eine Beratung und Hinweise auf die Basics gegeben werden.
Der Bodensee-Kanu-Ring und die IWGB versuchen, wie auch die Behörden, intensiv über Medien und Flyer aufzuklären, um die Informationen auch in diesen Kreise der Anfänger weiterzutragen.
Die in den Vereinen organisierten Wassersportler werden instruiert und halten sich meist an die gebotenen Vorschriften und Regeln, die Schifffahrt und Naturschutz betreffend. Die meisten kennen auch die Wetterkapriolen und Besonderheiten am See.
Reiner Schmid, Vorsitzender des Bodensee-Kanu-Ring, wie auch den anderen Wassersportverbänden ist es ein Anliegen, auch die unorganisierten Einsteiger zu erreichen. Über Soziale Medien und Blogs wie beispielsweise https://supscout.de/versuchen die Verbände aufzuklären, um Sicherheit in die SUP-Szene zu bringen. Den Flyer mit den wichtigsten Infos und den Verbänden findet man unter dem Link   http://iwgb.net/wp-content/uploads/SUP-Flyer_Netz.pdf

IWGB und Bodensee Kanu Ring apellieren an Paddler, die Befahrensregelungen zu respektieren. Foto:M.Häßler