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Vorsicht vor Dieben

Radolfzell, 20.08.2014
IBN

Die Urlaubszeit neigt sich langsam dem Ende, das Wetter wird kühler und die Zeit, die man am Wasser verbringt, wird weniger. Gegen Ende und nach den Sommerferien in Bayern sehen Diebstahlsbanden gute Voraussetzungen, um sich an den vielen Seen und Flüssen in Bayern an Bootsmotoren und Zubehör zu vergreifen.

Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass sich vor allem die großen Seen wie Bodensee, Chiemsee, Starnberger See oder der Ammersee, aber auch die Bundeswasserstraßen Main, Main-Donau-Kanal und Donau großer Beliebtheit bei den Außenbordmotor-Dieben erfreuen.

Zumeist nutzen die Diebe ein vor Ort aufgefundenes Boot, um die Motoren von der Wasserseite aus abzumontieren, um diese dann mit Lkw, Kleintransporter oder auch Pkw abzutransportieren. Das benutzte Boot wird dann an anderer Stelle zurückgelassen.

Folgende Tipps sollte Wassersportfreunde beherzigen:

Ein wesentliches Hindernis bei der Verfolgung und Aufklärung solcher Straftaten besteht darin, dass die entwendeten Gegenstände größtenteils nicht mit einer dauerhaft angebrachten Individualnummer versehen sind. Viele Hersteller von Außenbordmotoren bringen die Motornummer lediglich mittels eines Aufklebers an, welcher einfach zu entfernen oder zu fälschen ist.

Entwendete Gegenstände können so bei Kontrollen oftmals nicht als solche erkannt oder keiner bestimmten Tat zugeordnet werden. Deshalb wurde ein Präventionskonzept erarbeitet, um diesen Umständen entgegenwirken zu können.

Dieses Konzept sieht im Wesentlichen vor Außenbordmotoren, Bootszubehör, nautische Gegenstände und Boote mittels einer kostenlosen Gravur mit einer dauerhaften Individualnummer zu versehen. Diese Nummer und andere fahndungsrelevante Daten werden im Bootspass des Eigentümers eingetragen. Nach dem Eingravieren der Individualnummern werden witterungsresistente Aufkleber angebracht, welche den jeweiligen Gegenstand als „registriert“ kennzeichnen. Dies soll potenzielle Täter von der Tatausführung abhalten und hat sich in vielen Fällen bereits bewährt.

Nähere Informationen über die Gravieraktionen erfahren Sie bei der Wasserschutzpolizei in Ihrer Nähe:

https://www.polizei.bayern.de/wir/aufgaben/dienststellen/index.html/2046