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Elektrobootfahren hat „Dampf“ dahinter

Friedrichshafen, 27.09.2012
IBN

Als Leistungsschau schneller Motorboote auf dem Bodensee ist die Liquid Quarter Mile schon seit vielen Jahren ein Publikumsmagnet während der Interboot. In diesem Jahr gibt es erstmals eine eigene Klasse für Boote mit elektrischem Antrieb. Mit dabei ist Alexander Pirich, Gründer der gleichnamigen Yachtmanufaktur in der Nähe von Stuttgart.

Herr Pirich, sind Sie zufrieden mit Ihrer Wettfahrt?

Alexander Pirich: „Es hat richtig Spaß gemacht, denn heute ist erstmals ein Elektroboot der Firma Boesch gegen uns angetreten. Obwohl unser Boot von weniger starken Akkus angetrieben wird und zudem größer ist, als das von Boesch, sind wir nur wenige Sekunden später ins Ziel gekommen – eine echte Überraschung! Ich glaube unsere Rumpfform hat einiges Wett gemacht!“

Mit welchem Boot treten Sie an?

 „Mit unserem Entwicklungsboot – der Pirich 725 electric power – das ich 2010 konstruiert und 2011 gebaut habe. Es ist als Elektroboot konzipiert und verfügt beispielsweise über ein speziell konstruiertes Unterwasserschiff, damit es mit möglichst wenig Energieeinsatz viel Fahrleistung erbringen kann. Es ist rund 1600 Kilogramm schwer und 7,33 Meter lang, angetrieben wird es derzeit von zwei Elektromotoren, die jeweils 30 KW Dauerleistung bringen.“

Was treibt Sie an – spricht: Warum fahren Sie mit bei der Liquid Quarter Mile?

„Ich mag den Nervenkitzel und die Spannung dabei. Obwohl es nur eine Spaßveranstaltung ist, war ich doch aufgeregt, auch wenn ich seit 32 Jahren Boot fahre. Der Hauptgrund aber ist: Wir wollen den Zuschauern zeigen, dass Elektrobootfahren Dampf dahinter hat. Wir sind ganz schön heißblütig unterwegs! Oder anders gesagt: Die Elektroboote sind da und die Tage des Verbrennungsmotors sind gezählt!“


Elktroboote sind mehr als nur ein Trend.