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Was macht der Retter, wenn er nicht rettet?

Friedrichshafen, 18.04.2012
IBN

Die ersten schönen Tage in diesem Jahr ziehen nicht nur die Spaziergänger an den See, auch die ersten Wassersportler machen ihre Boote klar. An diesen Wochenende fanden auf dem Bodensee wieder die ersten Regatten statt, selbst wenn der Frühlingsbeginn wieder einen kleinen Rückschlag erlitten hat.

Auch die DLRG rückt zum Saisonbeginn wieder häufiger ins Blickfeld. Doch waren die Retter in den vergangenen Monaten keineswegs im Dornröschenschlaf. Getreu dem Motto „nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz“ gab es trotz des kurzen und für die DLRG zum Glück recht ruhigen Winters genug zu tun. Für die Mitglieder des Rettungdienstes auf dem Wasser standen zahlreiche Fortbildungen auf dem Programm, vom Rettungsschwimmen über die Sanitätsausbildung bis hin zum Schwimmtraining im Hallenbad.

Daß die Eisrettungsübung ausgerechnet an einem der kältesten Tage stattgefunden hatte, konnte die Einsatztaucher nicht davon abhalten, bei minus 11 Grad ein Loch in die 15 Zentimeter dicke Eisschicht zu schlagen. Eindrucksvoller konnten sie wohl kaum den Beweis antreten, daß sie das ganze Jahr über einsatzbereit sind, rund um die Uhr über Piepser erreichbar.

 Gerade als Mitte Januar die meisten Mitglieder der Schnellen Einsatzgruppe der DLRG und des Deutschen Roten Kreuzes das Wochenende auf dem Sofa ausklingen ließen, war es wieder so weit. Während in den Abendnachrichten gerade über das Unglück der Costa Concordia berichtet wurde und es draußen in Strömen regnete, wurden zwei Fischer aus Vorarlberg vermißt gemeldet. Eine lange Nacht für die Einsatzkräfte, die nur wenige Stunden später wieder zur Arbeit mußten.

 Jeden Tag wird der See nun voller; bis das Freibad wieder öffnet, muß noch ein paar Mal die Sonne scheinen. Und bald gibt es für die ehrenamtlichen Helfer wieder alle Hände voll zu tun. Wann es soweit ist, das weiß keiner.

Wer das Team unterstützen möchte, sollte einmal vorbeischauen: Jeden Donnerstag ab 19 Uhr finden Sie uns in der Rettungswache.