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Wassersport-Ausstellung wird kompakter und übersichtlicher

Kressbronn, 28.03.2012
Gerhard Herr

Die Ultramarin-Boatshow in Kressbronn-Gohren am Bodensee zeigt am 5. und 6. Mai die Neuigkeiten der Wassersportsaison 2012.

Bei der Ultramarin-Boatshow werden an diesem Wochenende im Hafenbecken über 50 neue Segel und Motoryachten sowie das passende Zubehör und maritime Kleidung zu sehen sein. Der Projektleiter Daniel Rück plant bereits zum dritten Mal die immer größer werdende Veranstaltung.
 
Aller guten Dinge sind Drei, möchte man sagen, doch die erneute Ausgabe der Ultramarin-Boatshow wird noch größer und übersichtlicher. Was werden Sie dafür im Hafenbecken und an Land ändern?
 
Daniel Rück: Wir werden in diesem Jahr noch mehr attraktive Boote in der Ausstellung haben, als in den letzten Jahren. Um die Präsentation sowohl für die Aussteller, als auch für die Besucher kompakt und übersichtlich zu gestalten, werden wir alle Boote im Hafenbecken direkt vor unserer Krananlage konzentrieren. Die räumliche Trennung von Segel- und Motorbooten in unterschiedliche Bereichen wird somit entfallen. Hierzu werden wir extra mobile Steganlagen verlegen. Es wird für die Besucher einen zentralen Rundlauf geben. Der komplette Ausstellungshafen ist außerdem gut von der Ausstellungsfläche an Land zu überblicken.
 
Sie haben sich noch mit der ersten BOATSHOW im Mai 2010 vorgenommen, nach den Vorbildern der großen Veranstaltungen in Monaco oder Genua auch am Bodensee gewaltig Wellen zu schlagen, ist das gelungen?
 
Daniel Rück: Sicher möchte ich unsere Veranstaltung nicht mit den großen Inwater-Boatshows am Mittelmeer oder in den USA vergleichen. Aber die Richtung stimmt, das Konzept kommt gut an und regional am Bodensee konnten wir unsere Ausstellung erfolgreich etablieren. Während wir bei der ersten ULTRAMARIN-BOATSHOW noch aktiv um die Aussteller werben mussten, melden sich inzwischen namhafte Werfen und Unternehmen. Diese haben die Vorteile erkannt, ihre Produkte dem Zielpublikum kostengünstig und sehr effektiv zu präsentieren.
 
Dann sind ja die herkömmliche Wassersportmessen in Düsseldorf, Hamburg oder Friedrichshafen nicht mehr nötig?
 
Daniel Rück: Ich sehe unsere Veranstaltung eher als Ergänzung zu den klassischen Bootsmessen. Es ist kein Geheimnis, dass eine Bootsmesse wie Düsseldorf oder Friedrichshafe für die Aussteller sehr teuer und aufwändig ist. Die Standpräsentation ist heute oft nicht mehr so üppig wie noch vor einigen Jahren und es wird auch bei den großen Werfen gespart. Allgemein wird in der Branche immer nach neuen Konzepten und innovativen Marketinglösungen gesucht. Diesen Trend bedienen wir mit unserer BOATSHOW. Wir bieten eine kostengünstige Ergänzung zum großen Messeauftritt. Bei uns sollen sich die Leute Appetit holen, dann die Saison genießen und auf der Interboot zuschlagen.
 
Was erwartet uns dieses Jahr an späktakulären Neuigkeiten bei den Segel- und bei den Motorbooten?
 
Daniel Rück: Wir stellen dem Besuchern eine sehr große Bandbreite an unterschiedlichen Booten vor. Bei den Segelbooten sind fast alle großen Marken vertreten. Im Motorbootbereich präsentierern wir viele Typen zwischen fünf und 15 Meter. Ein besonderes Highlight ist sicher die neue Bavaria B/one. Von diesem brandneuen 7-Meter-Racer wird eines der ersten Boote überhaupt bei uns zu sehen sein.
 
Es muss doch schwer sein, alljährlich die Steganlagen im Hafenbecken der Marina und die Pavillons an Land zu füllen. Wie machen Sie das und wann fangen sie mit den Arbeiten an?
 
Daniel Rück: Die ganze Ausstellung ist natürlich mit einem enormen Aufwand verbunden. Wir haben kein Messeteam und keine externen Eventplaner. Die Organisation muss also parallel zum Tagesgeschäft geschehen. Da kann man nie früh genug mit der Planung anfangen und gerade die ruhigeren Tage im Winter bieten sich hier an. Kurz vor dem Termin wird es dann doch immer noch hektisch, aber ich denke, das ist bei einer Veranstaltung in dieser Größe normal. Wenn beim Start dann die Sonne lacht, ist die ganze Anstrengung vergessen. Darauf hoffen wir natürlich auch in diesem Jahr.
 
Was bedeutet die ULTRAMARIN-BOATSHOW für die Wassersportbranche am See, ist Sie mehr als nur eine reine Messeveranstaltung?
 
Daniel Rück: Die Wassersportbranche am Bodensee ist nicht so groß, man kennt sich. Unsere Boatshow bei ULTRAMARIN ist also auch immer eine gute Gelegenheit, sich zum Start der Saison zu treffen, Neuigkeiten auszutauschen und gemeinsam ein Bier zu trinken. Man knüpft neue Kontakte und trifft alte Bekannte.
 
Hilft die Ausstellung den Kunden auf der Suche nach einem neuen Schiff, nach Chartermöglichkeiten oder einer noch besseren Ausrüstung weiter?
 
Daniel Rück: Auf jeden Fall. Die Kunden können die Boote bei uns direkt auf dem Wasser erleben, also dort wo sie hingehören. Auch haben wir ein breites Angebot an Zubehör und Ausrüstung auf dem Gelände. Alle großen Namen sind dabei. Und eine persönliche Beratung vom Experten hilft sicher vielen Kunden bei der Produktwahl.
 
Das Rahmenprogramm mit Workshops und Fachvorträgen ist genauso wie der Eintritt für die Besucher kostenlos. Wieso greift das Unternehmen Meichle + Mohr so tief ins Portemonnaie?
 
 
Daniel Rück: Die Kosten für die Aussteller sollen bewusst gering gehalten werden, das Konzept unserer ULTRAMARIN-BOATSHOW soll sich entwickeln und wachsen können. Die Boatshow ist vielmehr ein Teil unseres Gesamtkonzeptes, ULTRAMARIN als Attraktion am Bodensee und touristischen Anlaufpunkt zu etablieren. Unser Hotel und die Restauration im Hafen freuen sich über jeden Besucher. Die schöne Landschaft und das Wasser locken nicht nur den Segelprofi, man muss bei uns nicht unbedingt ein Boot kaufen.
 
Was wünschen Sie sich und den Besuchern von der zweitägigen Veranstaltung?
Daniel Rück: Schönes Wetter, nur schönes Wetter! Das können wir nicht beeinflussen, für den Rest sorgen wir


Daniel Rück organisiert die Ultramarin-Boatshow. Foto:G. Herr