Ereignisse rund um die Rund um

Lindau, 20.06.2011 von IBN

Um 19.30 Uhr starteten ca. 350 gemeldete Segelboot zur Nachtregatta. Bereits kurz nach dem Start lief eine Segelyacht aus Friedrichshafen vor dem Pulverturm aus Lichtsinn und Revierunkenntnis auf Grund.


Das Segelboot musste durch das Wasserwachtboot Seewolf freigeschleppt werden und konnte die Fahrt auf eigenem Kiel fortsetzen.  In der ersten  Nachthälfte  musste vom Boot des Schifffahrtsamts Rorschach ein Segelboot mit Motorproblemen und mangelhafter Beleuchtung in den Hafen geschleppt werden. Nach Mitternacht erreichte die bereits vom Wetterdienst angekündigte Kaltfront mit Böen bis 7 Bft. den Bodensee .

Durch den Deutschen Wetterdienst in Stuttgart wurde rechtzeitig Starkwindwarnung für den gesamten Bodensee ausgelöst.  In kurzen Abständen wurden vier Seenotfälle gemeldet. Als erstes wurde vor Kirchberg eine gekenterte Libera-Yacht mit 13 Personen an Bord gemeldet. Die Besatzung konnte unverletzt gerettet werden. Das gekenterte Boot konnte mit Hilfe des deutschen Zollbootes aus Friedrichshafen aufgerichtet, gelenzt und in den Hafen Ultramarin Langenargen geschleppt werden. Die Rettungs- und Bergeaktion dauerte bis in die frühen Morgenstunden.

Fast zeitgleich wurde vor Romanshorn ein H-Boot mit zerrissenen Segeln gemeldet. Aufgrund Unsicherheit  der Mannschaft und einer verklemmten Vorsegelrollanlage wurde das Segelboot durch  das Polizeiboot aus Friedrichshafen und einem DLRG-Boot aus Friedrichshafen abgeschleppt und in den Hafen Ultramarin geschleppt. Ein angeblich in Seenot befindliches Segelboot vor Altnau konnte nicht mehr aufgefunden werden. Die  Absuche des Seegebietes durch die Boote der Seepolizei Thurgau  verlief negativ.  Ebenfalls vor Kirchberg kenterte eine weitere größerer Segelyacht aus Friedrichshafen. Die Besatzung machte durch einen Rotschuß auf sich aufmerksam. Die 7 Besatzungsmitglieder konnten durch das Feuerwehrboot aus Friedrichshafen und weitere Einsatzboote gerettet werden. Das havarierte Boot wurde an der Takelage und am Rumpf beschädigt. Es wurde durch das Feuerwehrboot gelenzt und in den BSB-Hafen Lindau geschleppt werden.

Ein Schweizer Segler stürzte nach dem Zieleinlauf beim Segelbergen und verletzte sich an der Schulter. Er musste mit dem RTW ins Krankenhaus Lindau gebracht werden. Über die Regattaleitung wurde bekannt, dass bei dem Starkwind in den Nachtstunden noch eine weitere Libera gekentert war. Die Besatzung konnte das Boot aber mit Hilfe des begleitenden Motorboots selbst aufrichten und weitersegeln. Die in Lindau gebildete Koordinierungsstelle für Seenoteinsätze hat sich bewährt. Zusammen mit der Wasserwacht Lindau, der DLRG Friedrichshafen, der Seepolizei Thurgau, der Seepolizei aus Hard sowie der Wasserschutzpolizei aus Friedrichshafen wurde der Einsatz von insgesamt 31 Einsatzbooten koordiniert.