Harmonische Oldtimerregatta beim SMCF

Oldtimer 1

Friedrichshafen, 26.09.2019

Der Oldtimersteg im Hinteren Hafen ist jedes Jahr wieder einer der Höhepunkte der Interboot. Doch die glänzenden Holzboote sehen nicht nur gut aus, sondern es macht auch Spaß, sie zu segeln. Das bewiesen die Besitzer am ersten Messesamstag bei der Oldtimerregatta des SMCF.

Wettfahrtleiter Timo Seifert musste Nerven beweisen am Samstagmorgen. Zur angedachten Startzeit um 10:00 Uhr regte sich vor Friedrichshafen höchstens ab und zu ein schwacher Hauch. Ein konstanter Wind, der eine faire Wettfahrt erlaubte, war lange nicht in Sicht. Erst um 11:15 begann die Regattacrew des SMCF, die Wendemarken zu setzen und um 11:30 konnte Seifert die Oldtimer auf eine stark verkürzte Bahn schicken.

Die Yachten der Yardstickgruppen 1 und 2 segelten nach der Ablauftonne erst Richtung Seemoos, dann nach Langenargen und zurück nach Friedrichshafen. Dieses Dreieck sollte zweimal abgefahren werden. Die Wendetonne Seemoos legte Seifert allerdings auf Höhe Strandbad, um nicht in eine weitere Flaute zu geraten. Dass diese Entscheidung richtig war, zeigte sich später am Tag, es konnte lediglich eine der beiden Runden gesegelt werden, weil sich die Boote bei dem leichten Wind doch eher schwertaten.

Eine Besonderheit bei der Friedrichshafener Oldtimerregatta sind die Marinekutter. Diese zweimastigen Boote, die schon in der kaiserlichen Marine als Rettungs-, Ausbildungs- und Transportboote eingesetzt wurden, sind auf keiner anderen Regatta vertreten – nicht zuletzt, weil sie gegenüber „richtigen“ Segelbooten sehr langsam sind. Sie mussten deshalb auch nur vom Start nach Langenargen und zurück segeln. Dies schaffte die Mannschaft von Annkatrin Jünger (VSS) auf „August“ am schnellsten, es folgte Monika Spießmacher auf „Westward Ho“ (WSGHa) und Michael Anselment auf „Kutta“ (YCRo). 

Etwa dreieinhalb Stunden früher als der letzte Kutter kreuzte Markus Mayer (LSC) mit der „Pusteback“ die Ziellinie, was ihm den Preis für das „First Ship Home“ einbrachte. Durch die Verrechnung wurde er allerdings nur zweiter in der Yardstickgruppe 1. In dieser siegte wurde Christoph Grabher (OSB) auf der „Sydia“, dritter wurde Klaus Steinlein (WVF) auf „Ingalill“. Yardstick 2 wurde von Robert Geßler (KS) dominiert, der mit seinem 35er Nationalen Kreuzer „Rici“ glänzte, Zweiter wurde Michael Baumann auf „Zeeslang“ vom UYC Attersee, Dritter Klaus Bender auf „Alkestis“.

Die Siegerehrung auf der Seeterrasse der Interboot wurde durch einen Auftritt des Shantychors aus Langen bei Frankfurt abgerundet, die mit Seemannsliedern die passende Stimmung verbreiteten.

weitere Ergebnisse unter www.smcf.de