Markus Wieser gewinnt die Interboot-Trophy

J70

Friedrichshafen, 23.09.2019 von IBN

Nach nur zwei Wettfahrten heißt der Sieger der vierten Station der „Lake Constance Battle“ der J70-Klasse Markus Wieser. Der in Berlin und München beheimatete Segler vom Bayerischen Yacht-Club und sein Team lagen mit nur vier Punkten klar an der Spitze des Klassements. 25 Mannschaften bis aus Berlin waren am Wochenende (21. und 22. September) nach Friedrichshafen gekommen, um die im Rahmen der Interboot-Trophy ausgesetzten und begehrten Charter-Tickets für die Teilnahme an der Antigua-Sailing Week zu erkämpfen.

Rang zwei ging an das Team von Frederik Schaal vom SMC Überlingen vor den punktgleichen Teams von Dennis Mehlig (Württemberischer YC) auf Rang drei und Veit Hemmeter (Bayrischer YC). Bester Österreicher war Klaus Diem vom Bregenzer SC auf Rang fünf. Sechste wurde die Crew von Max Rieger (Württembergischer YC), die besten Schweizer um Thomas Studer vom CV Neuchatel segelten auf Rang sieben.

 Lange mussten die Segler schon am Samstag unter wolkenlosem Himmel auf Wind warten. Zwar ging immer wieder ein Windstrich durch die Bucht vor Friedrichshafen, doch für ein Regattafeld mit 25 Booten war es meist zu wenig, wie der Veranstalter berichtet. Erst nach 16 Uhr schickte Wettfahrtleiter Conrad Rebholz die Flotte auf den See und startete ein Rennen bei westlichem Wind. Im ersten Anlauf war fast die Hälfte des Feldes zu früh über die Startlinie gesegelt. Rebholz wiederholte den Start - und da klappte es einwandfrei. An der ersten Luvtonne führte schon Markus Wieser knapp vor dem Schweizer René Ott (RC Bodensee) und Max Rieger (WYC). Nach dem Rückweg lag das Schweizer Team an der Leemarke vorne - und bei der zweiten Rundung der Luvmarke die Rieger-Crew auf der „Mothership“. Max und Moritz Rieger, Klaus Diesch und Thomas Stemmer ließen sich diese Führung auf der Vorwind-Tour nicht mehr nehmen und segelten als Erste ins Ziel, gefolgt von den Schweizern und der Wieser-Crew. „Wir haben die Dreher optimal erwischt.“, so Steuermann Max Rieger. Da trotz Wartens der Wind für ein zweites Rennen am Samstagabend nicht ausreichte, waren Max Rieger und seine Crew die Tagessieger - und damit die Gewinner der „Antigua und Barbuda Challenge“. Der Preis: Eine Reise zur Antigua Sailing Week Ende April 2020 mit Flug, Yachtcharter und Meldegeld der Regatta dort für bis zu sieben Personen. „Das werden wir mit dem Bundesliga-Team des WYC teilen“, versprach Klaus Diesch, Team-Manager des Liga-Teams, bei der Siegerehrung am Samstagabend im vollbesetzten Festzelt neben dem Clubhaus. 

Am Sonntagmorgen wehte der angesagte Nordost mit sechs Knoten (zwei Bf.)und diesmal konnte Rebholz auf einen disziplinirten Start blicken.  Im Lauf des ersten Rennens wurde der Wind jedoch bereits schwächer und war beim Zieleinlauf  unter vier Knoten gefallen. Erster im Ziel war diesmal Wieser vor Jens Ahlgrimm (Stuttgarter SC) und der Mehlig-Crew. Zunächst wurde noch auf dem See auf Wind gewartet, später im Hafen - doch kurz nach 14 Uhr brach Rebholz das Warten ab. „Das Wochenende war genau zwischen den Winden“, bilanzierte er angesichts der Schönwetterwinde vorher und dem Schlechtwettergebiet nach der Regatta. „Es ist natürlich schade, dass wir keine dritte Wettfahrt segeln konnten, weil die Interboot-Trophy mit nur zwei Läufen nicht zur Jahreswertung der J70-Bodenseemeisterschaft zählt. Aber wenn kein Wind ist, ist eben kein Wind.“